Mai 22, 2017

Rezension | Monica Murphy | Fair Game - Jade & Shep

Schlimm genug, dass Jades Freund sie zu einem langweiligen Pokerspiel mitschleppt. Er benutzt sie auch noch als Spieleinsatz … und verliert. Die perfekte Gelegenheit für Jade, ihn zu ihrem Ex-Freund zu machen. „Gewonnen“ hat sie angeblich der superreiche und extrem gut aussehende Shep Prescott. Ein Mann, der alles haben kann, aber scheinbar nur hinter ihr her ist. Nichts hält ihn zurück, egal wie abweisend Jade sich verhält. Und je widerspenstiger sie wird, desto mehr will er sie für sich ...

Meine Meinung

Oh, was habe ich mich auf die neue Reihe von Monica Murphy gefreut! Ich fand die „Together Forever“-Reihe großartig. Sie war so süß und unaufdringlich und nicht übertrieben. Auch die „Sisters in Love“-Trilogie war toll, auch wenn sie ein ganzes Stück reifer war. Daher habe ich auch sofort angefangen zu lesen als „Fair Game“ endlich hier ankam. Und was soll ich sagen? Außer vielleicht - Was war denn bitte das? Also das ist nicht die Monica Murphy, die ich kenne.

Eine Geschichte steht und fällt mit ihren Charakteren. „Fair Game - Jade & Shep“ ist für mich ziemlich abgesoffen dank Jade und Shep. Ich habe absolut nichts gegen Klischees, aber sie müssen wenigstens gut verpackt sein. Hier kam höchstens ein bisschen Tesafilm ins Spiel. Und zwar das durchsichtige, dass einfach nicht kleben will. „Fair Game“ hatte für mich einfach nichts Besonderes. Es gab kein Highlight, dass die Geschichte wenigstens ein bisschen abgehoben hätte von all den anderen New Adult Stories. Jades und Sheps Geschichte war einfach nur langweilig, ohne Feuer und Pfeffer. 

Und auch die Charaktere an sich waren völlig leblos und viel zu übertrieben dargestellt. Teilweise so weinerlich und zwei Zeilen später machen sie auf König der Welt. Sowohl Jade, als auch Shep und eigentlich alle anderen, waren mir ziemlich unsympathisch. Bei Jade ging es zumindest zu Anfang eigentlich noch, aber meine beste Freundin würde sie auch nie werden. Ich konnte auch ihre Denk- und Handlungsweise nicht nachvollziehen. Die Emotionen kamen höchstens als laues Lüftchen bei mir an, wenn überhaupt. Wenn „Fair Game - Jade & Shep“ ein Film wäre, hätte ich schon nach dem Vorspann umgeschaltet. So oft habe ich die Augen verdreht. Denn ganz ehrlich, wenn ich sowas lese wie „Bitch Face“ Jade und Fickvögel. Ich mein - What? Die Story war teilweise zu kindisch und kindlich, um in die komplett andere Richtung zu schwenken und einen auf dicke Hose zu machen. Authentisch ist für mich leider was anderes. 

Kurzzeitig war ich versucht „Fair Game“ abzubrechen, aber da ich Monica Murphy eigentlich so gerne mag, habe ich tapfer durchgehalten. Um am Ende nochmal eine Schippe langweiliger Klischees drauf zu bekommen. Auf dem Umschlag steht zwar Monica Murphy drauf, aber für mich war keine Murphy drin. Zumindest nicht die, die ich kenne. Wirklich schade, aber für mich war es das definitiv mit der „Fair Game“ Reihe.

Fazit

Bitch Face und Fickvögel. Das ist wohl das, was mir bei „Fair Game - Jade & Shep“ von Monica Murphy im Gedächtnis bleiben wird. Selten so langweiliges und zu gewolltes New Adult gelesen. Schade eigentlich, denn von Monica Murphy bin ich einfach viel besseres gewohnt.

1/5 Punkte

Heyne Verlag - engl. Original "Fair Game" - Übersetzt von Nicole Hölsken - TB (448 Seiten) - #1 - 9,99 EUR - Verlagsseite - Amazon

1 Kommentar:

  1. Danke für die ehrliche Rezension!
    Mir ist es neulich irgendwo begegnet, aber ich werde es wohl eher nicht lesen.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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