Dezember 05, 2016

Rezension | Josephine Angelini | Everflame - Verräterliebe

Dressler Verlag | HC (448 Seiten) | #3 | 19,99 EUR | Verlagsseite | Amazon

Inhalt 

Lily hat ihre Macht angenommen und macht weit im Westen eine bedeutsame Entdeckung. Doch kann sie Außenländer, Hexenzirkel und Stadtrat gegen die Armee des Westens vereinen und gleichzeitig einen Bürgerkrieg mit den 13 Städten verhindern? Ein fast aussichtsloser Kampf. Welche ihrer Freunde werden ihr dabei treu zur Seite stehen und wer wird überleben? Lily muss lernen, ihren Verbündeten zu trauen und am Ende ihrem Herzen zu folgen.

Erster Satz

Lily Proctor schlief nicht.

Meine Meinung

Ich habe damals die „Göttlich“-Trilogie von Josephine Angelini sehr geliebt. Der Auftakt „Feuerprobe“ der „Everflame“-Reihe konnte mich zwar gut unterhalten, blieb allerdings doch weit hinter den Erwartungen zurück. Der zweite Teil „Tränenpfad“ hatte mir dagegen besser gefallen. Daher war ich sehr gespannt auf den dritten und finalen Band „Verräterliebe“. Und auch hier gab es leider wieder ein paar Punkte, die mich nicht vollständig überzeugen konnten.

Vielleicht lag es daran, dass zwischen dem zweiten und dritten Band ein Jahr vergangen war, aber ich hatte Schwierigkeiten wieder in die Geschichte hineinzufinden. Zwar waren mir die grundlegenden Dinge noch im Gedächtnis geblieben, aber ich brauchte einige Seiten um wieder die Personen entsprechend zuordnen zu können. Und leider zog sich der schwere Einstieg durch das ganze Buch. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl mit angezogener Handbremse zu fahren. Es lief zwar, aber so richtig Gas geben war nicht drin, so sehr ich es auch versuchte. 

Josephine Angelini hat durchaus einige überraschende Wendung eingebaut und ich war erstaunt darüber, wie alles genau zusammen hing. Aber doch war es ein Auf und Ab beim Lesen. Stellenweise zog es sich, ganz schlimm im Mittelteil. Das Ende wiederum kam viel zu kurz und war schnell vorbei. Die Entwicklungen der einzelnen Charaktere waren dagegen gut dargestellt. Ich mochte Lily und Rowan. Und vielleicht lag es daran, dass mir persönlich zu wenig Gefühl im Spiel war. Oder die vorhanden Emotionen kamen bei mir einfach nicht an. Wenn der Einsteig schon schwierig ausfällt, wird es schwer mit dem Rest zu überzeugen.

Zwar war „Everflame - Verräterliebe“ durchaus ein guter Abschluss, der alle offenen Fragen beantwortet hat, aber für mich immer noch kein Vergleich zu der „Göttlich“-Trilogie.

Fazit

Leider konnte mich „Everflame - Verräterliebe“ von Josephine Angelini nicht vollständig überzeugen. Der Einsteig fiel mir sehr schwer und streckenweise war es zu langatmig. Zudem kamen die Emotionen nicht bei mir an. Schade, aber die „Everflame“-Trilogie ist leider kein Vergleich zu der „Göttlich“-Trilogie, die ich geliebt habe.

3,5/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Ahoy Kate,

    mich konnte der letzte Band wieder total begeistern.
    Besonders die Thematisierung von Moral und Vergeben, Lilians Einsichten und ja, der unglaublich epische Endkampf haben mich umgehauen...

    Ich lassse frech meinen Link und alle guten Wünsche für´s neue Jahr da, guten Rutsch!

    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/11/everflame-verraterliebe.html

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