September 17, 2016

Rezension | Amy Ewing | Das Juwel - Die weiße Rose

Fischer Verlag | HC (400 Seiten) | #2 | 16,99 EUR | Verlagsseite | Amazon
Übersetzt von Andrea Fischer

Inhalt

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?

Erster Satz

Das Arkanum schweigt.

Meine Meinung

Schon der erste Band „Das Juwel - Die Gabe“ hat mich damals wirklich positiv überrascht. Daher war ich gespannt, ob der zweite Teil „Das Juwel - Die weiße Rose“ das halten konnte, was ich mir nach dem bösen Cliffhanger im Auftakt versprochen hatte. Und ja, das hat er. In meinen Augen war „Das Juwel - Die weiße Rose“ sogar einen Hauch besser. Interessante Entwicklungen, überraschende Wendungen und eine Prise Liebe.

Der zweite Band knüpft genau dort an, wo „Das Juwel - Die Gabe“ aufhört und geht übergangslos weiter. Ich musste erstmal zwei Sekunden nochmals darüber nachdenken, was genau alles im ersten Teil passiert ist. Aber schon nach wenigen Seiten war ich in der Geschichte drin. Und ich muss sagen, dass Amy Ewing mich nicht enttäuscht hat. „Das Juwel - Die weiße Rose“ hat ein gutes Tempo. Die Autorin hat einen sehr leichten und flüssigen Schreibstil, sodass die Seiten wie im Rausch verfliegen. Sobald man anfängt zu lesen, kann man einfach nicht mehr aufhören. Nur kurz hatte ich das Gefühl, dass die Flucht vielleicht einen Tick zu lange gedauert hat und wirklich nur minimal ein Hauch von Langatmig aufkam.

Ich bin nach wie vor leicht geschockt von der Welt, die Frau Ewing erschaffen hat. Für mich ist es immer noch sehr grausam, wie Surrogate und Gefährten behandelt wurden. Denn in „Das Juwel - Die weiße Rose“ bekommt der Leser nochmals einen besseren Einblick in die Welt. Zum Beispiel in die Welt der Gefährten - und in Ashs Leben im Besonderen. Ich hatte im ersten Teil bemängelt, dass es mir zwischen Violet und Ash zu schnell ging. Das war hier für mich deutlich besser dargestellt. Wobei der Fokus eher auf der Rebellion und Violets neuen Kräften lag als auf den Beiden. 

Zudem hat es mir gefallen, wie die Nebenfiguren der Geschichte nochmals Schwung verliehen haben. Insbesondere Raven ist da für mich eine sehr interessante Figur. Auch die Entwicklung, die Violet gemacht hat, hat mir sehr gefallen. Sie ist in „Das Juwel - Die weiße Rose“ gewachsen und hat sich weiter entwickelt. Ist dabei aber immer noch eine Sympathieträgerin. Amy Ewing hat auch neue Charaktere eingebaut, die dem Buch eine überraschende Wendung verliehen hat. Ich bin gespannt, wie sich genau alles entwickeln wird und wohin die Autorin alles lenken wird. 

Tja, und dann kam das Ende. Amy Ewing hat es schon wieder getan. Ein böser Cliffhanger, wobei nicht mehr ganz so böse wie im ersten Teil. Aber immer noch so schlimm, dass man am liebsten direkt zum dritten Band greifen möchte. Der hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

Fazit

Mit dem zweiten Band „Das Juwel - Die weiße Rose“ präsentiert Amy Ewing nicht nur ein sehr hübsches Cover, sondern versteht es auch mit dem Inhalt zu überzeugen. Interessante Entwicklungen, überraschende Wendungen. Und eine Prise Liebe, in einer für mich sehr grausamen dystopischen Welt. Mir hat der zweite Teil sogar einen Hauch besser gefallen als der Vorgänger.

4,5/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Mich konnte das Buch nicht ganz so überzeugen, wie es dich überzeugt hat, dennoch fand ich es auch gut.

    Schöne Rezi.

    Liebe Grüße,

    Andreea
    http://andreealiest.blogspot.de/

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