Juli 30, 2016

Rezension | Audrey Carlan | Calendar Girl - Verführt

Ullstein Verlag | BR (368 Seiten) | #1 | 12,99 EUR | Verlagsseite | Amazon

Inhalt 

Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er liegt im Krankenhaus, weil er seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Um die Summe aufzutreiben, heuert Mia bei einer Agentur an und lässt sich als Begleitung buchen. Ihre Gesellschaft kostet 100.000 Dollar pro Monat. Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals – leicht verdientes Geld! Und der Liebe hat Mia sowieso abgeschworen. Als sie ihrem ersten Kunden, dem Hollywood-Autor Wes Channing, gegenübersteht, ist schnell klar: Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Vor ihnen liegt ein Monat voll heißer Leidenschaft. Doch Mia darf sich nicht verlieben. Denn Wes ist nur Mr Januar...

Erster Satz

Wahre Liebe gibt es nicht.

Meine Meinung

Ich war anfangs recht skeptisch, was „Calendar Girl - Verführt“ anging. Zwar fand ich die Grundidee recht interessant, hatte aber auch die leise Befürchtung, dass es schnell abrutschen konnte ins Lächerliche. Zwar gab es einige Punkte, die für mich nicht ganz so glücklich gestaltet waren, aber im Großen und Ganzen hatte ich einige unterhaltsame Lesestunden mit Mia. 

12 Monate, 12 Männer, 12 Geschichten und eine Konstante - Mia. Wenn man es genau betrachtet, ist es nicht hundert Prozent nachvollziehbar, warum Mia keine andere Chance sieht außer als Escort zu arbeiten. Des Weiteren ist es nicht hundert Prozent nachvollziehbar, warum sie weiterhin als Escort arbeiten möchte, wenn sich ihr eine Möglichkeit bietet um diesem Geschäft zu entfliehen und ihren Vater zu retten. Aber Logik sollte man bei „Calendar Girl - Verführt“ vielleicht nicht ganz so eng sehen. 

Nachdem ich es dann nicht mehr so genau betrachtet habe, habe ich eine unterhaltsame Story bekommen, bei der das Augenmerkmal natürlich auf Erotik und Liebe liegt. Wobei hier eher gezeigt wird, wie viele verschiedene Facetten Liebe hat und wie jeder Mensch anders Liebe für sich selber definiert, ohne dabei moralisch zu urteilen, welcher der richtige Weg ist. Denn für jeden Menschen ist es nun mal anders. Ich finde in „Calendar Girl - Verführt“ wird es auf eine leichte, humorvolle Art gezeigt, bei der das Körperliche stark im Vordergrund steht. 

Auch wenn ich teilweise kleine Schwierigkeiten hatte mit Mias Verhalten, so habe ich „Calendar Girl - Verführt“ nach anfänglicher Skepsis doch sehr gerne gelesen. Es ist eine Reise, die sicherlich bei einigen keinen Anklang finden wird. Aber es ist auch keine Reise, bei der Mia mit 12 verschiedenen Männern in die Kiste springt und dabei überall High Fives verteilt. Zwar werden hier nur die Geschichte aus Januar, Februar und März erzählt, aber man merkt schon hier, dass es durchaus mehr zu bieten hat als nur das eine.

Fazit

Mit „Calendar Girl - Verführt“ präsentiert Audrey Carlan eine - beziehungsweise insgesamt dann zwölf - Geschichten, die sicherlich nicht überall Anklang finden wird. Ich hatte nach anfänglicher Skepsis und ein paar kleine Schwierigkeiten hier und da einige unterhaltsame Lesestunden mit Mia und bin gespannt, wie die weitere Reise von ihr verlaufen wird. 

4/5 Punkte

Kommentare:

  1. Liebe Kate,

    eine schöne und realistische Rezension.
    Freut mich, dass dir das Buch im großen und ganzen gefallen hat. 😊

    Liebe Grüße,
    Ramona

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