Juni 25, 2016

Rezension | Emily Kate Johnston | Tausend Nächte aus Sand und Feuer

cbt Verlag | HC (368 Seiten) | Einzelband | 16,99 EUR | Verlagsseite

Inhalt

Lo-Melkhinn hat schon dreihundert Mädchen auf dem Gewissen, bevor er in ihr Dorf kommt, um sich eine neue Braut zu suchen. Als sie die Staubwolke am Horizont sieht, weiß sie, dass er das hübscheste Mädchen im Dorf mitnehmen wird: ihre Schwester. Aber das wird sie nicht zulassen. Stattdessen kehrt sie selbst mit dem geheimnisvollen Wüstenherrscher in seinen Palast zurück. Der Tod scheint ihr sicher, doch am nächsten Morgen ist sie immer noch am Leben. Von nun an erzählt sie Lo-Melkhinn jede Nacht eine neue Geschichte und jeden Morgen erwacht sie mit einem magischen Funken in sich, der von Tag zu Tag mächtiger wird ...

Erster Satz

Wir wissen nicht, warum wir vom Meer zu diesem unwirtschaftlichen und staubigen Land gekommen sind, aber wir wissen, dass wir sehr viel mehr wert sind als es. 

Meine Meinung

Dem Erscheinen von „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ habe ich lange entgegen gefiebert. Orientalische Märchen aus Tausendundeine Nacht. Die Geschichte von Scheherazade. Kurz vorher habe ich „Zorn und Morgenröte“ gelesen und fand das Buch klasse. Die Erwartungen an „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ von Emily Kate Johnston waren demnach schon hoch. 

Und obwohl die Grundidee, die Grundgeschichte von Scheherazade, gleich ist, hat Emily Kate Johnston eine völlig andere Geschichte gezaubert als zum Beispiel Renee Ahdieh. Bei „Zorn und Morgenröte“ lag der Fokus eindeutig auf der Liebesgeschichte. Bei „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ ist es anders. Die Autorin erzählt eine wahrlich märchenhafte Story, die wirklich orientalische ist und auch eine gute Portion Fantasy mit einbringt. Emily Kate Johnston hat zudem einen außergewöhnlichen Schreibstil. Zum Beispiel bleibt die Protagonistin Namenlos. Frau Johnston ist eine Geschichtenerzählerin und man muss einen Faible für solch einen Schreibstil haben, um das Buch zu mögen.

Geschichten, die eine Liebesstory haben, lassen mein Leserherz oft höher schlagen und sind oft das i Tüpfelchen für mich. Aber bei „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ hat es mich gar nich so sehr gestört, dass diese nur eine Nebenrolle gespielt hat. Beide Geschichten haben einen gewissen Reiz und ich finde nicht, dass eines der beiden schlechter oder besser ist als das andere. Dafür sind sie zu verschieden trotz gleicher Grundstory und haben jeweils etwas Besonderes. Bei „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ muss man sich auf die Geschichte einlassen um abtauchen zu können. Es ist keine Lektüre, die sich mal eben schnell lesen lässt.

Fazit

„Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ von Emily Kate Johnston ist märchenhaft und poetisch. Die Autorin präsentiert eine fantasievolle Neuerzählung der Geschichte von Scheherazade aus Tausendundeine Nacht und hat mich kleinem Liebesgeschichtenfan gezeigt, dass es auch fast ohne wunderbar gelingen kann zu verzaubern.

4/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Hey Kate :)

    vom Klappentext her, war ich nicht so überzeugt von "Tausend Nächte aus Sand und Feuer", aber nach dem Lesen deiner Rezension bin ich doch neugierig geworden. Danke dafür :)

    Liebe Grüße,
    Tatze

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