April 11, 2016

Rezension | Julie Kagawa | Talon - Drachenherz

Heyne fliegt | HC (544 Seiten) | #2 | 16,99 EUR | Verlagsseite

Inhalt

Seit sich das Drachenmädchen Ember und der St.-Georgs-Ritter Garret das erste Mal gesehen haben, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Sie sind dazu bestimmt, einander bis zum Tode zu bekämpfen, doch sie kommen nicht gegen die starken Gefühle füreinander an. Als Garret Ember in der Stunde der Entscheidung rettet, wird er als Verräter eingekerkert.

Ember fasst den halsbrecherischen Entschluss, ihn mitten aus dem Hauptquartier der Georgsritter zu befreien. Das kann ihr aber nur mithilfe des abtrünnigen Drachen Cobalt gelingen. Doch wird der sein Leben aufs Spiel setzen, um seinen Erzfeind – und Rivalen um Embers Herz! – zu retten? Und falls der Plan gelingt: Welche Chance hätten die drei ungleichen Gefährten, wenn der Talonorden und die Georgsritter sie jagen?

Erster Satz

Vor mir saßen sechs schweigende Männer.

Meine Meinung

Auch wenn ich alle Bücher von Julie Kagawa bei mir im Regal stehen habe, so ist „Talon - Drachenherz“ das zweite Buch, das ich auch gelesen habe. Und ich muss sagen, auch wenn es für kurzweilige Unterhaltung gesorgt hat, so hatte das Buch auch einige langatmige Stellen und bei mir bleibt die Frage, warum die Reihe insgesamt fünf Bände haben wird, wenn das Geschehen in diesem Band so viel kürzer hätte ausfallen können. 

Beim Lesen kam mir öfters dieser Spruch in den Sinn: Zu viele Köche verderben den Brei. Es sind mittlerweile insgesamt vier Erzählstimmen. Ember, Riley, Dante und Garret. Auch wenn es interessant ist Dinge aus ihren Perspektiven zu erfahren und es durchaus Sinn macht alle zu Wort kommen zu lassen, so fällt es dann doch schwer Zugang zu allen Figuren zu finden. In „Talon - Drachenherz“ musste Ember bei mir einige Sympathiepunkte einbüßen. Ihr Verhalten war oft naiv und kindisch und ich habe mich dabei erwischt, wie ich öfters die Augen verdrehen musste.

Ein anderer Punkt war der, dass zwar unheimlich viel passiert ist. Aber im Großen und Ganzen hat es die Geschichte nicht wesentlich voran gebracht. Eher im Gegenteil, es endet quasi so, wie es angefangen hat. Und als Leser bleibt dann die große Frage: Wofür dann diese über fünfhundert Seiten? Das hätte man auch abkürzen können und die Reihe so um einen Band verkleinern. 

Aber auch wenn es ein paar Punkte gab, die mich nicht gänzlich überzeugen konnte, so habe ich zwischenzeitlich dennoch Spaß beim Lesen. Ich persönlich habe ja nichts gegen Dreiecksbeziehung und die von Ember, Riley und Garret interessiert mich schon. Ich kann nämlich nicht genau sagen, wie Amber sich entscheiden würde, auch wenn man natürlich einen Verdacht hat. Und gegen ein bisschen Herzschmerz habe ich sowieso nie was gegen. 

Das Ende war wie bereits gesagt kein richtiges Ende, wobei ich es auch nicht wirklich erwartet habe, weil da ja noch mindestens drei weitere Teile kommen. Es ist eher so, dass alles wieder auf Anfang steht. Ich bin gespannt, welchen Verlauf Julie Kagawa der Geschichte geben wird und werde die Reihe sicherlich weiter verfolgen, auch wenn „Talon - Drachenherz“ schwächer als sein Vorgänger war.

Fazit

Auch wenn der zweite Band „Talon - Drachenherz“ von Julie Kagawa schwächer als der Auftakt war, so werde ich die Reihe dennoch weiterverfolgen und hoffe, dass die Autorin mich mit dem dritten Band wieder voll und ganz überzeugen kann.

3/5 Punkte 

1 Kommentar:

  1. Hallo Kate,

    ich kann deine Kritik absolut nachvollziehen und war bei diesem Buch auch irgendwie hin-und-hergerissen...

    Mal sehen, wie Band 3 wird!

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/03/talon-drachenherz.html

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