April 14, 2016

Rezension | Estelle Laure | Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Fischer KJB | HC (256 Seiten) | Einzelband | 14,99 EUR | Verlagsseite
Übersetzt von Sophie Zeitz

Inhalt


»In der perfekten Kino-Version meines Lebens wäre das der Moment, in dem er mich umdreht und küsst. Aber Digby hat eine Freundin. Ein Mädchen, das er liebt. Ein Mädchen, das nicht ich bin.«

Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die die Dinge in die Hand nimmt: Geld verdienen, Rechnungen bezahlen, sich um ihre kleine Schwester kümmern. Da bleibt keine Zeit für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance.


Erster Satz

Mom sollte gestern wiederkommen. 

Meine Meinung


Für mich ist „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ eines dieser Bücher, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lassen. Die Geschichte ist an sich nichts besonderes, es gab es so in solch oder ähnlicher Form schon mal. Aber durch den Schreibstil der Autorin wurde das Buch für mich dennoch zu einer kleinen, aber feinen Perle. 

Estelle Laure hat einen sehr speziellen Schreibstil. Er ist teilweise nur schwer zu fassen. Man könnte sogar fast sagen, sie balanciert auf der Grenze zu oberflächlich. Und ich kann es verstehen, wenn einige Leser sagen, dass sie keinen Bezug zu der Geschichte oder den Charakteren finden konnten aufgrund des Schreibstil von Frau Laure. Aber für mich persönlich war das Lesen von „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ ein kleines Highlight. 

Ich mochte die Geschichte. Ich mochte Lucille, und Digby, und Wren. Und alle anderen auch. Auch wenn das Buch vielleicht ein wenig zu viel Glück hatte um glaubhaft zu sein und es im Realen sicherlich nicht so einfach ist. Aber das war mir irgendwie egal. Schon ab der ersten Seite hatte die Geschichte für mich dieses Etwas. Und dieses Etwas hat mich einfach gepackt und mich die kleinen Ungereimtheiten nicht sehen lassen. 

Zudem fand ich es erfrischend, dass die Liebesgeschichte zwar stets präsent war, aber nicht so viel Raum einnahm. Auch wenn es hier einen kleinen moralischen Zwiespalt gab im Bezug auf Digby, mochte ich diese leisen Tönen zwischen den Beiden. Es ist hier nicht alles voller übersprudelnder Emotionen und Liebesbekundungen, sondern es sind die unausgesprochenen Zwischentönen, die am lautesten sind und mich überzeugen konnten. 

Es war keine perfekte Geschichte, aber das hatte „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ auch nicht nötig. Für mich war es dennoch - oder sogar eher deswegen - ein kleines, aber feines Lesehighlight. Und es war für mich sicherlich nicht das letzte Buch von Estelle Laure.

Fazit


Obwohl „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ von Estelle Laure hier und da vielleicht ein paar kleine Ungereimtheiten hat und der Schreibstil der Autorin schon speziell ist, habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen. Es wird sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin für mich sein.


4/5 Punkte

Kommentare:

  1. Hallo liebe Kate,
    "kleine, aber feine Perle" klingt schon mal gut. "Oberflächlicher Schreibstil" jedoch nicht so, aber ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren. ;) Ich kenne dieses "Etwas" auch, das einen gern mal über die eine oder andere Ungereimtheit oder Unglaubwürdigkeit hinwegsehen lässt, deswegen möchte ich dem Buch auch eine Chance geben und setze es mal auf meine Wunschliste. :)
    Vielen Dank für deine Rezension und alles Liebe ♥,
    Janine aus Meine Welt der Bücher

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  2. Liebe Kate,

    auch wenn das Buch so gar nicht meins war freut es mich doch, dass du schöne Lesestunden hattest! :)

    Liebe Grüße,
    Ramona

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