März 25, 2016

Rezension | Sanja Schwarz | Schnee Elfen Herz

Fischer Verlag | TB (208 Seiten) | Einzelband | Verlagsseite

Inhalt

Der Prinz aus dem Reich der Elfen – märchenhaft schöne Romantasy
Weiß wie Schnee, rot wie Blut: Mitten in der Nacht wird Sira von einer wispernden Stimme in den Wald gelockt. Dort trifft sie auf Turak, den Sohn des Schneeelfenkönigs, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Von ihm erfährt sie, dass sie selbst halb Mensch, halb Elfe ist. Noch ahnt Sira nicht, dass sie die Einzige ist, die Turak vor dem sicheren Tod retten kann, denn im Elfenreich herrscht Krieg. Und Turaks erbittertster Feind hat bereits einen teuflischen Plan geschmiedet.

Erster Satz

Ich war nie ernsthaft krank gewesen, hatte keine lebensbedrohlichen Unfall gehabt, und ich war ganz bestimmt kein Hypochonder. 

Meine Meinung

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zu Anfang keine großen Erwartungen an „Schnee Elfen Herz“ hatte, weil ich bereits im Vorfeld wusste, dass die Autorin recht jung ist. Allerdings muss ich auch ehrlich sagen, dass mich die Geschichte einfach nicht überzeugen konnte. Ich habe mich auf eine süße und fantasievolle Elfenstory gefreut, aber ich hatte einfach ständig das Gefühl, dass hier noch zu viel fehlte. Das Potential hat Sanja Schwarz definitiv, aber es wurde hier einfach nicht genutzt. Der Geschichte hätte locker das doppelte an Seiten gut getan.

Der Schreibstil von Sanja Schwarz ist angenehm und flüssig zu lesen. Die knappen zweihundert Seiten sind wirklich schnell gelesen. Es gab einige Ideen, die zwar nicht unbedingt neu waren, aber doch schon einen gewissen Reiz hatten. Aber leider konnte mich die Geschichte um Sira und Turak nicht packen. Es fehlte einfach viel zu viel. Alles wirkte so zu übereilt und wenig authentisch. Tiefe suchte man so auch leider vergebens. Oder der Versuch Tiefe einzubringen driftete ins Unglaubwürdige. Nach der Hälfte des Buches verspürte ich eigentlich keine Lust mehr weiter zu lesen.

Die Charaktere wirkten leider auch unausgereift und ich konnte keinerlei Verbindung zu ihnen spüren. Allgemein wirkte alles eher blass. Wobei die Grundidee eine Menge Potential zu bieten hat. Ich bin der Meinung, wenn die Autorin noch hundertfünfzig bis zweihundert Seiten dazu gepackt hätte, wäre es ein tolles und interessantes Lesevergnügen geworden. So bleibt das Lesen von „Schnee Elfen Herz“ allerdings eher was für den hohlen Zahn. 

Fazit

Leider konnte mich „Schnee Elfen Herz“ von Sanja Schwarz nicht überzeugen. Erwartet habe ich eine süße und fantasievolle Elfenstory, die mich in eine andere Welt abtauchen lässt. Bekommen habe ich eine unausgereifte und wenig überzeugende Geschichte, der einfach Tiefe fehlte. Schade, den Potential war auf jeden Fall vorhanden.

2/5 Punkte

Kommentare:

  1. Huhu Liebes,

    das ist ja echt schade, dass dich das Buch nicht überzeugen konnte. Aber wenn die Autorin ja noch so jung ist, hat sie ja noch definitiv Zeit sich zu entwickeln. Daher finde ich es gut und total wichtig, dass du Meinung ehrlich sagst und sie so Möglichkeiten ihren Schreibstil auszubauen.

    Ich wünsche dir schöne Feiertage.

    Drück dich

    Sonja

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  2. Huhu Kate!
    Mir ging es da leider ähnlich wie dir, obwohl ich die Idee sehr schön finde! Auch den Schreibstil fand ich gut, aber es war mir zu kurz und dadurch zu überladen!
    Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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  3. Huhu Kate
    So, mein Rezigramm zu "Schnee Elfen Herz" ist auch gerade online gegangen. Gelesen war es ja wirklich sehr schnell, die vielen positiven Meinungen haben mich aber auch etwas geblendet. Ich hatte in etwa die gleichen Kritikpunkte, habe dann aber für das Potential und den Einstieg etwas netter bewertet.
    lg Favola

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