Februar 04, 2016

Rezension | Marissa Meyer | Wie Schnee so weiß

Carlsen Verlag | HC (848 Seiten) | #4 | 24,99 EUR | Verlagsseite

Inhalt

Das kann Königin Levana, Herrscherin des Mondes, nicht dulden: Ihre Stieftochter, Prinzessin Winter, wird täglich schöner und ihr Zauber immer mächtiger! Wütend zwingt die böse Königin sie dazu, sich das Gesicht mit Schnitten zu verunstalten – doch die Narben können Winters Schönheit nichts anhaben. Schließlich versucht Levana sogar, sie umbringen zu lassen. Da fasst Winter einen verzweifelten Plan: Sie muss die rechtmäßige Thronfolgerin Selene finden, um gemeinsam mit ihr die böse Königin zu stürzen …

Erster Satz

Winters Zehen fühlten sich an wie Eiswürfel. 

Meine Meinung

„Die Luna-Chroniken“ haben sich von Band zu Band immer mehr zu einer meiner liebsten Reihen entwickelt. Die Grundidee der Reihe fand ich schon beim ersten Band „Wie Monde so silbern“ einfach grandios. Märchen gepaart mit Sci-Fi Elementen - eine wirklich sehr gelungene Mischung, die mir viele tolle Lesestunden beschert hat. Und auch „Wie Schnee so weiß“ hat mir einige mehrere Stunden versüßt. Allerdings gibt es beim Abschlussband auch einen Punkt, der mir nicht gänzlich zugesagt hat. Im Großen und Ganzen aber war es ein würdiger Abschluss einer ganz besonderen Reihe.

Als ich „Wie Schnee so weiß“ das erste Mal in der Hand hatte, war mein erster Gedanke: Uii, was für ein Brocken! Teilweise freut man sich, dass man „mehr“ vom Buch hatte, aber teilweise war es schon ein wenig abschreckend. Und ich sage schon mal vorweg, ein wenig weniger wäre vielleicht gar nicht so verkehrt gewesen. Da ich erst vor kurzem „Wie Sterne so golden“ gelesen habe, hatte ich sozusagen einen fliegenden Start und war direkt in der Geschichte drin. Wobei ich eher gar nicht erst raus war. 

Und man muss sagen, dass Marissa Meyer es wirklich versteht den Leser teilweise fast in den Wahnsinn zu treiben. Das Lesen von „Wie Schnee so weiß“ war stellenweise ein ganz großes Ab und Auf der Gefühle. Ich kann verstehen, dass die einzelnen Geschichten und die vielen verschiedenen Handlungsstränge irgendwie zusammen laufen müssen um ein Ganzes zu ergeben. Aber ich hatte zwischendurch das Gefühl gehabt, dass alles ein ganz großes Durcheinander war. Kaum konnte eine Figur mal eben kurz verschnaufen, schon war der nächste Charakter in Schwierigkeiten. 

Es kam mir so vor, als ob im Verlauf des Buches sie sich alle die Klinge in die Hand gegeben haben, um sich abwechselnd irgendwie in Schwierigkeiten zu bringen. Natürlich war es schon unterhaltsam und man hat mit Spannung und Herzklopfen alles genau verfolgt, allerdings hätte es dem Buch auch ganz gut getan um einige hundert Seiten gekürzt zu werden. Auch wenn es unterhaltsam und spannend war, zog es sich stellenweise dann doch ein wenig hin, besonders im Mittelteil bevor es zum Schluss hin dann nochmals so richtig lebhaft wurde.

Über die Charaktere bleibt eigentlich nicht viel zu sagen. Man hat sie in „Wie Monde so silbern“ geliebt und liebt sie auch hier in „Wie Schnee so weiß“. Vielleicht sind sie noch ein Stückchen weit mehr ans Herz gewachsen. Winter und Jacin sind zwar relativ neu dabei, aber es ist so, als ob sie schon immer da gewesen wären. Sie vervollständigen die Reihe mit ihren Eigenarten und runden es nochmals ab. Es war mit Sicherheit nicht einfach alles zu einem Abschluss zu bringen. Und ich finde, dass das Ende gut gewählt worden ist. Es gab einen richtig spannenden Showdown und auch nochmal - ganz wichtig für mich persönlich - was fürs Herz. Man hat dann das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Und dann blickt man zurück auf vier wundervolle Bände und weiß schon jetzt, dass man auch das nächste Buch oder die nächste Reihe von Marissa Meyer verschlingen wird.

Fazit

Mit „Wie Schnee so weiß“ präsentiert Marissa Meyer einen würdigen Abschluss einer mehr als grandiosen Reihe, die mir viel lebhafte und spannende Lesestunden bereitet hat. Auch wenn es dem Buch gut getan hätte um einiges gekürzt zu werden, so bin ich mehr als glücklich über das gewählte Ende und fiebere schon jetzt dem nächsten Buch oder der nächsten Reihe der Autorin entgegen. „Die Luna-Chroniken“ bekommen eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung!

4/5 Punkte

Kommentare:

  1. Hallo liebe Kate,

    ja das stimmt. Das Buch ist schon ein gewaltiger Brocken und ich bin echt froh, dass ich es als Fahne lesen durfte. So war es doch etwas leichter. :D

    Mich konnte das Buch restlos überzeugen und ich fand, dass die 845 Seiten viel zu schnell vorbei waren :D Ich hätte auch noch weiterlesen können.

    Liebste Grüße
    Sonja

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  2. Huhu Kate,
    ich bin irgendwie erst vor kurzem auf die Luna-Chronik aufmerksam geworden. Ich kannte zwar die Bücher vom Äußeren her, immerhin sind die Blogger total verrückt danach und auch die Social Media Kanäle werden teilweise ja überflutet von der Geschichte. Aber so recht angesprochen hab ich mich nicht gefüllt, erst vor ein paar Wochen hat mich die liebe Jess neugierig gemacht.

    Jetzt sollte ich mir mal den ersten Teil besorgen :D
    Allerdings ist der neuste Teil schon ein rechter Brocken. Zum in der Handtasche mitschleppen eher ungeeignet...

    Alles Liebe, Nelly

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  3. Ich mag deine Rezension! :) Ich habe gerade erst, vor wenigen Stunden "Wie Monde so silbern" abgeschlossen und bin seit dem total verliebt und freue mich auf alle weiteren Bände. Es freut mich von dir zu hören, dass das Ende gut sein soll. Die Seitenzahl ist zwar beeindruckend, aber wenn das Buch genauso spannend und gelungen wie der erste Band ist, dann kann ich das glaube ich gut verkraften.

    Liebe Grüße!
    Jen

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  4. Tolle Rezension! Ich habe schon so viel gutes über diese Bücherreihe gehört, dass ich sie mir demnächst unbedingt lesen muss. Und die Covers dieser Reihe finde ich auch alle wunderschön und irgendwie einzigartig. *-*
    Liebe Grüße Nathalie <3
    http://passionineverything.blogspot.co.at

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