Januar 29, 2016

Rezension | Virginia Boecker | Witch Hunter

dtv Verlag | HC (400 Seiten) | #1 | 17,95 EUR | Verlagsseite

Inhalt


Wer ist Freund? Wer ist Feind?

Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.


Erster Satz

Ich stehe am Rande eines Platzes, auf dem sich die Menschen drängen.

Meine Meinung


Meine Leseleidenschaft hat mit Historischen Romanen angefangen, daher mag ich natürlich Jugendbücher, die einen historischen Flair haben, sehr gerne. Gepaart mit Fantasy-Elementen bzw. Hexen und Magiern wie bei „Witch Hunter“, rundet das Lesevergnügen nochmals ab. Ich hatte einige unterhaltsame Lesestunden mit „Witch Hunter“, auch wenn mir zwischendurch der sogenannte Wow-Effekt gefehlt hat.

Virginia Boecker hat eine interessante, fremde und gleichzeitig doch irgendwie bekannte Welt erschaffen. Zwar spielt „Witch Hunter“ in der Vergangenheit, ich hatte allerdings das Gefühl es hätte auch in einer dystopischen Zukunft spielen können. Daher war der historische Anteil mehr Schein als Sein, was aber auch nicht weiter störend war. Ich mochte zudem die Vermischung von dem Normalem mit dem Magischem. Es war nicht übertrieben, interessant dargestellt und hat deutlich zum Lesevergnügen beigetragen. Hexenjäger, Wiedergänger, Hexen, Geister, alles war vertreten.

Elizabeth war mir eigentlich sofort recht sympathisch. Sie ist zwar jetzt keine besondere Persönlichkeit, die aus der Masse heraus sticht, aber es war angenehm sie auf ihrer Reise zu begleiten. Genauso erging es mir mit den anderen Figuren aus „Witch Hunter“. Sie waren verschiedenen, haben alle lebhafte Fassetten gezeigt und die Geschichte abgerundet. Nur der Konflikt zwischen Elizabeth und Caleb, und wie diese am Ende gelöst wurde, war mir persönlich zu seicht. Aber im Großen und Ganzen hat mir dann doch dieser Wow-Effekt gefehlt. Ich hatte einige unterhaltsame Lesestunden mit dem Buch, aber es war auch nicht so, dass ich sagen würde, dass es mich vom Hocker gehauen hat. 

Positiv gefreut habe ich mich auch über das Ende des Buches. Es ist kein böser Cliffhanger und natürlich geht es weiter mit „Witch Hunter“, aber es brennt einem nicht unter den Fingernägeln zu erfahren, wie es denn nun weiter geht. Eher im Gegenteil, es ist so ein ruhiges Ende, wo man sich ein wenig fragt, ob das Lesen des zweiten Bandes unbedingt nötig ist. Ich werde die Reihe sicherlich im Auge behalten.

Fazit


Mit „Witch Hunter“ ist Virginia Boecker ein solider Auftakt gelungen, der für einige lebhafte Lesestunden sorgt. Ein abwechslungsreicher Plot und liebenswürdige Charaktere haben deutlich zum Lesevergnügen beigetragen. Allerdings hat mir auch der berüchtigte Wow-Effekt gefehlt um mich vom Hocker zu hauen.


4/5 Punkte

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