Januar 14, 2016

Rezension | Marissa Meyer | Wie Sterne so golden

Carlsen Verlag | HC (576 Seiten) | #3 | 19,90 EUR | Verlagsseite

Inhalt

Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?

Erster Satz

Sechszehn Stunden brauchte ihr Satellit, um den Planeten Erde zu umrunden.

Meine Meinung

Die „Luna-Chroniken“ von Marissa Meyer sind wahrlich etwas ganz besonderes im YA-Bereich und stechen aus der Masse heraus. Auch mit „Wie Sterne so golden“ hatte ich einige abenteuerliche und sehr unterhaltsame Lesestunden, die trotz der knappen 600 Seiten wie im Rausch verflogen sind. 

Frau Meyer hat Märchenadaptionen auf ein ganz neues Level gehoben. Cinderella in „Wie Monde so silbern“, Rotkäppchen „Wie Blut so rot“ und nun in „Wie Sterne so golden“ Rapunzel. Jedes einzelne Buch, jede Geschichte hat etwas Besonderes, Eigenes. Und zusammen ergeben sie ein großes, fesselndes und äußerst unterhaltsames Ganzes. Das Mischen von Märchen, die ich persönlich über alles liebe, zusammen mit der modernen Technik, bescherte mir bisher jedes Mal ein absolutes Leseerlebnis.

Cress hatte ja schon eine kleine, aber feine Rolle in „Wie Blut so rot“. Und auch in „Wie Sterne so golden“ konnte sie mich überzeugen. Was aber auch vielleicht daran liegen könnte, dass ihr männlicher Gegenpart niemand geringeres als Kapitän Carswell Throne ist. Mein persönlicher und heißgeliebter Liebling der ganzen „Luna-Chroniken“. Er bringt mich jedes Mal zum Lachen oder schmunzeln. Sein Charme ist wirklich unvergleichlich und verleiht der gesamten Geschichte einfach dieses ganz besondere Etwas. Er ist die Kirsche auf dem bereits schon leckeren Sahneeis. Auch wenn es natürlich nicht das Selbe wäre, wenn Cinder, Kai, Scarlet und Wolf fehlen würden.

Marissa Meyer spinnt ein Netz zusammen, was sich allerdings erst nach und nach entfaltet und am Ende alles so zusammen klebt, sodass ein einheitliches Bild entsteht. Und diese Entwicklung zu sehen, die Wendungen mitzuverfolgen, macht einfach nur Spaß. Es gibt viel Action und Spannung, aber auch eine gute Portion was fürs Herz, schließlich sind es mittlerweile drei Liebesgeschichten. Alle unterschiedlich, aber nicht minder schön auf ihre eigene Art und Weise. Aber der Fokus liegt nicht auf ihnen. Natürlich sind sie ein wichtiger Bestandteil, aber sie nehmen nicht den ganzen Raum ein. Was wiederum für die „Luna-Chroniken“ spricht. 

Der Spannungsbogen nimmt am Ende nochmals zu, wobei es eine kleine Verschnaufpause gibt bis zum vierten Band „Wie Schnee so weiß“. Denn zum Glück ist es kein allzu böser Cliffhanger, obwohl noch einiges ungeklärt ist. Der vierte Band verspricht allerdings einen fuminalen Showdown und ich freue mich schon jetzt. Und vielleicht ganz besonders auf den Kapitän.

Fazit

Auch mit „Wie Sterne so golden“ konnte mich Marissa Meyer erneut begeistern und auf ganzer Linie unterhalten. Ein Plot, der es versteht zu überraschen, viele liebenswerte und äußerst lebhafte Charaktere, machen die „Luna-Chroniken“ zu etwas ganz besonderem in dem YA-Bereich. Ich freue mich schon auf den vierten und finalen Band!

5/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Eine schöne Rezi :-) Mit der Reihe liebäugel ich auch schon eine Weile!

    LG
    Jessi

    AntwortenLöschen