November 02, 2015

Rezension | Simone Elkeles | Herz verloren

cbt Verlag | BR (320 Seiten) | #2 | 12,99 EUR | Wild Crush | Verlagsseite

Inhalt

Vic Salazar ist seit langem in Monica verliebt, die Freundin seines besten Freundes Trey. Doch Vic würde Trey nie verraten, der auch noch sein bester Kumpel im Footballteam ist. Also tut er so, als könnte ihm Monica egaler nicht sein. Monica ist zufrieden mit Trey, der solide und zuverlässig ist. Ganz im Gegensatz zu Treys undurchschaubarem Freund Vic, aus dem sie einfach nicht schlau wird. Doch als Vic sie in einem unvorhergesehenen Moment küsst, sprühen die Funken …

Erster Satz

Ein Junge in einer Latino-Familie zu sein, ist nicht einfach, besonders dann nicht, wenn dein papá dich für einen Versager hält und dich ständig an deine Schwächen erinnert. 

Meine Meinung

„Herz verloren“ ist der zweite Band der „Wild Cards“-Reihe von Simone Elkeles und ich hatte wieder einige unterhaltsame Lesestunde, die im Nu verflogen sind. Allerdings gab es auch ein paar Punkte, die mich nicht ganz überzeugen konnte. 

Die Geschichte wird wie gewohnt aus zwei Sichten erzählt, Victor und Monica. Beide sind bereits aus „Herz verspielt“ bekannt. Victor hat mich ein wenig an Alex aus „Du oder das ganze Leben“ erinnert. Nicht unbedingt mit ihrem Verhalten, sondern eher was sie ausstrahlen. Monica hat mich ein wenig überrascht. Irgendwie hatte ich sie anders aus dem Vorgängerband in Erinnerung. Aber ihre Veränderung war für mich positiv und hat sie mir mehr sympathischer gemacht. Und auch von ihrer Beziehung mit Trey hatte ich noch ein anderes Bild im Kopf. Und da liegt so ein kleiner Kritikpunkt für mich.

Ich fand es unheimlich schade, was Simone Elkeles aus der Figur des Treys gemacht hat. Die Entwicklung vom ersten Band zu jetzt war so gravierend - und das nicht im positiven Sinne - das es für mich ein wenig überzogen und nicht nachvollziehbar war. Insbesondere wenn man bedenkt, wie sich die Beiden im ersten Band verhalten haben. Eine andere Lösung wäre für mich authentischer gewesen. So hatte es natürlich viel Herzschmerz, was auch mich nicht kalt gelassen hat. Aber einen bitteren Nachgeschmack hatte es eben auch. Und man hatte ein wenig das Gefühl, dass die Autorin dem Konflikt der besten Freunden so aus dem Weg gegangen ist. 

Das Ende ist an sich abgeschlossen, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Es sind auch keine Fragen mehr offen und man freut sich doch schon irgendwie auf den nächsten Band der Autorin. Und ich fand es sehr schön und interessant, dass auch ein paar bekannte Gesichter aus „Du oder das ganze Leben“ hier eine doch mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben. Und das Wiedersehen mit Alex natürlich umso mehr. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir auch in weiteren Werken von Frau Elkeles einige von ihnen wiedersehen werden.

Fazit

Auch mit „Herz verloren“ von Simone Elkeles hatte ich einige unterhaltsame Lesestunden. Besonders das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern aus anderen Werken der Autorin hat große Freude bei mir ausgelöst. Und auch wenn ich ein paar Punkte für mich nicht gut gelöst wurden, freue mich dennoch schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin.

4/5 Punkte

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