November 12, 2015

Rezension | Maggie Stiefvater | Was die Spiegel wissen

Script5 Verlag | HC (448 Seiten) | #3 | 18,95 EUR | Blue Lily, Lily Blue | Verlagsseite

Inhalt

Es wird Hebst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er trotz aller Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und außer einer mysteriösen Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht. Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten

Erster Satz

Persephone stand auf dem kahlen Berggipfel, das elfenbeinfarbene Rüschenkleid wehte ihr um die Beine und ihr weißblonder Lockenwust flatterte. 

Meine Meinung

Die Raven Boys und ich, das ist eine kleine Hassliebe, die sich immer weiter von Hass entfernt und mehr zu Liebe entwickelt. Nachdem mich die ersten beiden Bände nicht ganz überzeugen konnte und ich Probleme mit dem Plot - wohl eher gesagt mit dem kaum vorhandenen Plot - hatte, so muss ich sagen, dass der dritte Band „Was die Spiegel wissen“ mich bisher am meisten überzeugen konnte. Endlich hatte ich das Gefühl, dass sich etwas tut. Im Vergleich war es deutlich spannender, lebhafter und hat mich mehr mitgerissen. 

Wie es bei Maggie Stiefvater schon quasi garantiert ist, versprühte auch „Was die Spiegel wissen“ dieses Düstere und Melancholische. Das ist auch einer der Gründe, warum ich zu ihren Büchern greife. Und ich muss auch sagen, dass die Raven Boys mir mittlerweile ans Herz gewachsen sind. Sie sind so strange und speziell, dass es irgendwie fasziniert. Und auch Blue und ihre Familie sind ebenfalls auf ihre eigene Art und Weise besonders. Zusammen ergeben sie eine kunterbunte Mischung, der man sich einfach nicht entziehen kann. Manchmal stelle ich mir zwar immer noch die Frage, ob Frau Stiefvater ihr Geschriebenes wirklich ernst meint, aber dann denke ich mir andererseits, ja genau das macht sie und die Raven Boys eben aus. 

Der Plot hat deutlich mehr an Farbe bekommen. Was daran liegt, dass die Suche der Jungs endlich voran kommt. Auch hat Maggie Stiefvater eine überraschende Wendungen eingebaut, die ebenfalls sehr dazu beigetragen haben der Reihe Aufschwung zu verleihen. Und das Miteinander von Blue und Gansey macht ebenfalls Freude zu verfolgen. Zwar geschieht da nicht besonders viel, sondern eher unterschwellig, aber es ist doch schon ein wenig herzergreifend. Außerdem bin ich immer noch gespannt, wie die Autorin all das lösen wird. 

Und wie bisher bei jedem Band auch der Raven Boys, endet es mit einem kleinen Paukenschlag, sodass man am liebsten direkt zum nächsten Band greifen möchte. Auch wenn mir nicht alles bei dieser Reihe zu spricht, kann ich dennoch nicht die Finger davon lassen. Es ist wie ein innerer Zwang erfahren zu wollen, wie die Geschichte ausgehen wird. Und wie man sieht, hat sich das dran bleiben gelohnt und die Raven Boys haben es doch geschafft mein Leserherz für sich zu gewinnen, irgendwie. Jetzt warte ich auf den finalen Band.

Fazit

Auch wenn es bis „Was die Spiegel wissen“ gedauert hat, bis Maggie Stiefvater mich von ihren Raven Boys überzeugen konnte, bin ich dennoch froh dran geblieben zu sein. Ja, sie sind strange und sehr spezielle, aber ich kann mich ihnen auch irgendwie nicht entziehen.

4/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Huhu =)

    Ich bin ja bereits seit dem ersten Band ein Anhänger der Raven Boys. Ich freue mich, dass die Jungs es auch endlich in dein Herz geschafft haben =). Wurde ja auch Zeit. Das Finale wird bombastisch, da bin ich mir ganz sicher!

    LG
    Anja

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