November 16, 2015

Rezension | Jessica Sorensen | Violet & Luke - Füreinander bestimmt

Heyne Verlag | TB (384 Seiten) | #3 | 8,99 EUR | The Destiny of Violet & Luke | Verlagsseite

Inhalt

Drogen, Vernachlässigung, Missbrauch – Violet Hayes hat schon viel erlebt. Als sie aufs College geht, will sie all das hinter sich lassen, aber die Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Um nicht verletzt zu werden, gibt sie sich tough und wahrt Distanz. Doch dann trifft sie Luke. Die beiden geraten ständig aneinander und dennoch ziehen sie sich magisch an. Und je näher sie sich kommen, umso klarer wird ihnen, wie ähnlich sie sich sind.

Erster Satz

Ich hasse es, zu rennen, und trotzdem mache ich das irgendwie dauernd.

Meine Meinung

Schon als ich den ersten Band „Die Sache mit Callie & Kayden“ von Jessica Sorensen gelesen habe, wusste ich, dass ich auch alle anderen Bücher der Autorin lieben würde. Und genauso war es auch mit „Violet & Luke - Füreinander bestimmt“. Ihre Bücher sind keine typischen Sonnenschein und Happy-End Bücher. Sie gehen viel tiefer und wühlen dabei viel Dreck auf.

Alle Bücher von Frau Sorensen sind düster und melancholisch. Ihre Charaktere haben im Leben schon viel Dreck fressen müssen. Und jedes Mal leide und fühle ich mit ihnen. Frau Sorensen schafft es wirklich jedes Mal, dass ich die Figuren innerhalb weniger Seiten ins Herz schließe und für den Rest der Geschichte nicht mehr loslassen möchte. Sobald ich anfange zu lesen, mag ich überhaupt nicht mehr aufhören. Und auch wenn ihre Geschichten stets dieses Düstere haben, erdrückt es mich nicht. Kein einziges Mal bisher. Ja, es ist teilweise wirklich schwer verdaulich, was die Charaktere bereits durchlebt haben, aber die Autorin schafft es dennoch ein Gefühl von Leichtigkeit zu vermitteln. 

Violet und Luke sind beide bereits aus den Vorgängern bekannt. Luke sogar ein wenig mehr, als Violet. Es wird abwechselnd aus der Sicht der Beiden erzählt. „Violet & Luke - Füreinander bestimmt“ kann allerdings auch selbstständig gelesen werden, ohne die Vorgänger gelesen zu haben. Aber ich würde dennoch dazu raten, einfach weil die Bücher von Jessica Sorensen so toll sind. Callie & Kayden werden wohl auch immer meine absoluten Favoriten sein. Aber sowohl Violet als auch Luke haben eigentlich direkt meine Sympathie geweckt. Sie sind beide sogenannte „kaputte“ Charaktere, die dennoch so viel Licht in sich tragen. Auch wenn es den Beiden gar nicht bewusst ist. Mir hat so manches Mal mein Leserherz beim Lesen geblutet. Dann gab es wiederum diese kleinen Moment zwischen den Beiden, die sehr viel Freude bei mir ausgelöst haben. Es war bittersüß und einfach nur zu Herzen gehend.

Das Ende ist schmerzhaft und auch ein kleiner böser Cliffhanger, wie man es bei der Autorin aber mittlerweile gewöhnt ist. Obwohl sich die Entwicklung im Verlauf des Buches bereits angedeutet hatte, war es dennoch hart zu lesen. Am liebsten hätte ich direkt zum zweiten Band „Einander verfallen“ um Violet und Luke gegriffen. Von Jessica Sorensen und ihren Romanen werde ich so schnell nicht genug bekommen.

Fazit

Auch mit „Violet & Luke - Füreinander bestimmt“ von Jessica Sorensen hatte ich einige aufreibende Lesestunden. Mein kleines Leserherz liebt das Düstere und Melancholische der Autorin. Ihre Geschichten sind keine Sonnenschein und Happy-End Bücher, sondern gehen viel tiefer und sind dabei bittersüß.

4/5 Punkte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen