Oktober 26, 2015

Rezension | Simona Ahrnstedt | Die Erbin

Egmont LYX | BR (604 Seiten) | #1 | 14,99 EUR | Verlagsseite

Inhalt

Die Schwedin Natalia De la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen Europas. Doch obwohl sie in die schwedische Oberschicht und eine Welt grenzenlosen Wohlstands hineingeboren wurde, musste sie sich diesen Erfolg hart erarbeiten. Ihr höchstes Ziel ist es, einen Platz im Aufsichtsrat des milliardenschweren Familienunternehmens Investum und somit auch endlich die Anerkennung ihres patriarchalischen Vaters zu gewinnen. Als Natalia aus heiterem Himmel von David Hammar – Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber – zum Lunch eingeladen wird, ist sie zwar misstrauisch, vor allem aber eins: neugierig. Sie lässt sich auf das Treffen ein und ist überrascht, wie überwältigend die Anziehungskraft zwischen ihr und David ist. Doch was sie nicht weiß: David hat noch eine Rechnung mit ihrer Familie offen. Und die letzte Schachfigur, die er bewegen muss, um diese zu begleichen, ist Natalia …

Erster Satz

David Hammar spähte durch die gewölbte Scheibe des Hubschraubers hinaus. 

Meine Meinung

„Die Erbin“ ist mir natürlich wegen dem schönen Cover aufgefallen. Aber auch, dass die Geschichte in Stockholm spielt, war für mich ein Grund, warum ich das Buch lesen wollte. Und auch wenn es ein paar Punkte gab, die nicht ganz nach meinem Geschmack waren, so hatte ich dennoch ein paar unterhaltsame Lesestunden mit „Die Erbin“ und werde sicherlich auch den zweiten Band lesen. 

Zunächst einmal war ich über die gewählte Erzählperspektive erstaunt. Die Geschichte hat nämlich mehrere Erzählstimmen. Es kommen also nicht nur die beiden Protagonisten zu Wort, sondern auch ein paar Nebenrollen. Ich fand es interessant, dass die Autorin diesen Weg gewählt hat, da es sich so von anderen Liebesromanen unterscheidet. Allerdings würde ich sagen, dass es der Geschichte gut getan hätte, wenn es nur auf zwei beschränkt wäre. So hatte ich leider ziemlich oft das Gefühl, dass alles so distanziert erscheint. Mir fehlte da eindeutig die Tiefe. Es viel mir schwer mit den Figuren mitzufühlen und ich konnte die Emotionen einfach nicht fühlen. Es war wie eine Mauer, die ich nur schwer durchdringen konnte. 

Ein anderer Punkt war die Geschäftswelt, in der Natalia und David sich bewegten. Es war ein großer Aspekt ihres Lebens und spielte demnach auch eine wichtige Rolle. Für mich allerdings war es nur bedingt spannend und unterhaltsam. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr auf das Zwischenmenschliche eingegangen wäre. Im weiteren Verlauf hat es sich aber zum Teil gelegt und die Geschichte ließ sich in einem Rutsch lesen. Es gab einige überraschende Wendungen und es ging teilweise hoch her. Im Großen und Ganzen hatte ich einige unterhaltsame Lesestunden, in denen aber auch meiner Meinung viel mehr Potential drin gesteckt hat. 

Das Ende ist an sich abgeschlossen und lässt auch keine Fragen offen. Der zweite Band, der im April 2016 erscheinen soll, wird auch andere Hauptcharaktere haben. Diese sind bereits aus „Die Erbin“ bekannt und sind auch ebenfalls schon zu Wort gekommen. Ich werde mir sicherlich auch den zweiten Band näher anschauen.

Fazit

Mit „Die Erbin“ präsentiert Simona Ahrstedt einen kurzweiligen Auftakt, der es aber leider nicht ganz geschafft hat zu überzeugen. Zu wenig Tiefe und Zwischenmenschliches, zu viel Geschäftswelt und zu viele Erzählstimmen. Dennoch durchaus lesenswert, insbesondere was das Setting anbelangt.

3/5 Punkte

Kommentare:

  1. Schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat... übrigens, ich finde das Cover wirklich traumhaft..

    LG Lisa

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  2. Gestern erst habe ich es bei uns im Thalia ausliegen gesehen.
    Das Cover ist so wunderschön. Aber der Inhalt hängt ja leider nicht immer direkt vom Cover ab.
    Trotzdem werde ich mir das Buch mal genauer anschauen. :)

    LG
    Lena

    http://maerchenbuecher.blogspot.de/

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  3. Ich habe schon sehr oft vor diesem Buch gestanden und war unsicher, ob ich es mir kaufen soll oder nicht... Nach deiner Rezension werde ich es mir vielleicht einfach mal in der Bücherei ausleihen und wenn es mir dann nicht gefällt, ist es nicht so schlimm! :-) Liebe Grüße, Johnni von
    http://unendlichegeschichte2017.blogspot.de/

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  4. Hey, ich hatte gerade überlegt, es mir zu bestellen, aber nach deiner eher ernüchternen Rezi bib ich nicht überzeugt und werde es vielleicht doch erstmal lassen. Da gebe ich mein Geld lieber für ein besseres Buch aus.
    Übrigens ist die AUfmachung und Gestaltung deines Bloggs wirklich sehr süß. ;-)

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