September 12, 2015

Rezension | Eva Völler | Zeugenkussprogramm

One | HC (368 Seiten) | #1 | 14,99 EUR | Amazon | Verlagsseite

Inhalt

Emily, 17, kann es nicht fassen: Nur weil der neue Freund ihrer Mutter sich mit den falschen Leuten eingelassen hat, gerät ihr Leben in Gefahr. Sogar ein Personenschützer wird für sie abgestellt. Pascal, jung und gutaussehend, geht ihr mit seinem Machogehabe allerdings ziemlich auf die Nerven. Schließlich muss Emily sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht's aufs Land, aber Idylle sieht anders aus! Auf einmal ist jeder verdächtig, und Emily weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Nur auf Pascal ist Verlass, er bleibt ihr wichtigster Kontaktmann. Dumm nur, dass Emily und er sich ständig zoffen. Doch wie sagt schon ein altes Sprichwort: Was sich neckt ...

Erster Satz

Der Tag, an dem mir der gut aussehende Typ mit der Lederjacke zum zweiten Mal über den Weg lief, war ziemlich verregnet und langweilig, und meine Stimmung war nicht gerade die beste.

Meine Meinung

Eva Völler mit ihren Jugendbüchern und ich, das wird in diesem Leben wohl nichts mehr. Ich liebe ihre Bücher, die sie unter dem Pseudonym Charlotte Thomas schreibt. Ihre Jugendbücher dagegen können mich einfach nicht überzeugen, so wie „Zeugenkussprogramm“.

Leider muss ich sagen, dass mich weder die Geschichte selbst noch die Charaktere von sich überzeugen konnten. Emily war mir persönlich viel zu unreif für eine Achtzehnjährige. Ihr Verhalten war oft naiv und teilweise auch ein wenig nervig. Am meisten allerdings hat mir die Figur der Mutter nicht gefallen. Selten hat mich ein Charakter so aufgeregt. Sie wirkte viel zu kindisch und war stellenweise einfach nur übertrieben. Wie auch vieles andere im Buch. 

Auch Pascals Figur war zu schwammig. Ich konnte diese Anziehungskraft zwischen den Beiden absolut nicht nachvollziehen. Auch war es meiner Meinung nach nicht verständlich, warum er in seine Position arbeitet. Das erschien mir doch ein wenig abwegig. Das gilt auch für Crime in der Geschichte allgemein. Daher konnte ich auch keine Verbindung zu den Figuren aufbauen und ich muss auch gestehen, sie waren mir nicht direkt unsympathisch, aber so richtig warm bin ich mit ihnen über das ganze Buch nicht geworden.

Mein persönliches Highlight in „Zeugenkussprogramm“ war die Omi. Die hat gerockt. Ich habe mich sogar dabei erwischt, wie ich lieber ihre Geschichten, die sie im Buch erzählt, weiter verfolgt hätte als das Buch selber. Sollte Omi also irgendwann wirklich auf dem deutschen Markt erscheinen, eine Leserin hätte sie schon mal. 

Doch Omi alleine konnte das Buch für mich auch nicht mehr retten. Weder der Kiss noch der Crime Aspekt konnte mich überzeugen oder begeistern. Dafür war beides zu schwammig und war für mich einfach nicht überzeugend genug. Auch wenn es hier ein Jugendbuch ist, ich hatte einfach mehr erwartet.

Fazit

Leider konnte mich „Zeugenkussprogramm“ von Eva Völler nicht überzeugen. Sowohl das Kiss als auch das Crime war mir zu schwammig, sodass es mich nicht mitreißen konnte. Außer die Omi, die hat gerockt!
2,5/5 Punkte

Vielen Dank an Blogg dein Buch und Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Buches. 

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