Juni 09, 2015

Rezension | Moira Young | Dustlands - Der Blutmond

Fischer Verlag | HC (448 Seiten) | #3 | 18,99 | Rating Star | Verlagsseite

Inhalt

Saba ist bereit, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und DeMalo und seine Soldaten zu schlagen. Bis sie ihm begegnet und er mit seiner verführerischen Vision von New Eden, einer geheilten Erde, alle ihre Erwartungen unterläuft. DeMalo will, dass Saba ihn begleitet, im Leben und bei seinem Werk, eine gesunde, stabile, nachhaltige Welt zu erschaffen – für die wenigen Auswerwählten.

Jacks Entscheidung ist klar: DeMalo zu bekämpfen und New Eden aufzuhalten. Saba verpflichtet sich diesem Kampf, immer noch unsicher, und ihre Verbindung mit DeMalo bleibt ihr Geheimnis. Gemeinsam mit ihrem Bruder Lugh, der auf ein Stück Land in New Eden hofft, führt Saba eine unerfahrene Rebellengruppe in den Kampf gegen den mächtigen und charismatischen DeMalo mit seinen Siedlern und Soldaten. Welche Chance haben sie? Saba muss handeln. Und willens sein, den Preis zu zahlen.

Erster Satz

Wir laufen. Durch die Nacht. Wir fünf.

Meine Meinung

Wie es bei Abschlussbänden immer der Fall ist, so wurde auch „Dustlands - Der Blutmond“ von mir einerseits sehnsüchtig erwartet, auf der anderen Seite aber auch ein wenig gefürchtet. Und auch wenn es einige Punkte gab, die ich mir persönlich anders gewünscht habe, so ist es dennoch ein guter Abschluss einer mehr als außergewöhnlichen Trilogie, die mir einige lebhafte und mehr als unterhaltsame Lesestunden beschert hat. 

Wie schon beim zweiten Band „Dustlands - Der Herzstein“ hatte ich auch bei „Dustlands - Der Blutmond“ ein paar Startschwierigkeiten. Allerdings deutlich weniger als beim Vorgänger. Danach war ich wieder in der Geschichte drin und konnte erneut einfach nicht aufhören zu lesen, bis die allerletzte Seite gelesen war. Die Autorin hat so einige Wendungen und Überraschungen eingebaut, die deutlich zur Spannung des Buches beigetragen hat. 

Moira Young hat einen wirklich sehr außergewöhnlichen Schreibstil. Aber genau dieser Schreibstil hat mich schon bereits im ersten Band „Dustlands - Die Entführung“ begeistert. Es verleiht der Geschichte eine Tiefe, weil der Leser sich auf die Geschichte einlassen muss. Sich fallen lassen und von der Geschichte tragen lassen muss. Die „Dustlands“-Trilogie kann man nicht einfach so schnell weg lesen, sonst verliert die Geschichte ihren ganz besonderen Zauber. 

Jedoch hatte ich einige Punkte, die ich mir persönlich ein wenig anders gewünscht hätte. Natürlich bin ich mir bewusst, dass bei einer Dystopie nicht immer heller Sonnenschein sein kann. Dennoch war für mich das Ende einen Hauch zu viel. Es ist keineswegs ein schlechtes Ende, sondern durchaus realistisch. Tut aber dem kleinem Leserherz doch weh und man fragt sich, ob es in diesem Ausmaß wirklich hätte sein müssen. 

Ich beende „Dustlands - Der Blutmond“ daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge und warte nun gespannt, ob es weitere Werke der Autorin geben wird. Ich werde sie mit Sicherheit wieder lesen.

Fazit

Mit „Dustlands - Der Blutmond“ hat Moira Young einen gelungenen Abschluss gezaubert, der nur einige wenige und persönliche Punkte hatte, die nicht ganz dem entsprachen, was ich erhofft hatte. Dennoch ist die „Dustlands“-Reihe eine mehr als außergewöhnliche Trilogie, die unbedingt gelesen werden sollte.
4/5 Punkte

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