Mai 17, 2015

Rezension | Mary Kubica | Good Girl - Entführt

Diana Verlag | TB (448 Seiten) | Einzelband | 9,99 EUR | The Good Girl | Verlagsseite

Inhalt

Die junge Lehrerin Mia Dennett verschwindet spurlos, nachdem sie abends mit einem fremden Mann eine Bar verlassen hat. Monate später wird sie aus einer einsamen Blockhütte in den Wäldern Minnesotas befreit. Mia ist völlig wesensverändert, zutiefst verstört und kann sich nur bruchstückhaft erinnern. Und warum nennt sie sich auf einmal Chloe? Als Detective Gabe Hoffman den Fall übernimmt, stößt er auf ungeahnte Abgründe in Mias Familie – und der wahre Albtraum beginnt.

Erster Satz

Ich sitze am Frühstückstisch und nippe an meinem Becher Kakao, als das Telefon klingelt. 

Meine Meinung

„Good Girl - Entführt“ von Mary Kubica ist für mich nicht leicht zu bewerten. Die Kurzbeschreibung des Buches hat mich wirklich sehr neugierig gemacht. Vielleicht hatte ich dadurch zu hohe Erwartung an dieses Buch. Es ist eine spannende Geschichte, keine Frage. Aber mir hat dann doch dieser Wow-Effekt gefehlt.

Mein größtes Problem waren wahrscheinlich die Zeitsprünge und die vielen verschiedenen Erzählperspektiven. Die Geschichte wird aus insgesamt 3 bzw. 4 Perspektiven erzählt, Collin, Mias Mutter Eve, dem Detektive Gabe und aus Mias Sicht wird ebenfalls ein Kapitel erzählt. Zudem wird es unterteilt in vor der Entführung und danach. Dies kann natürlich die Spannung enorm steigern, sodass es am Ende einen großen Knall gibt. Leider ist es der Autorin in meinen Augen nur bedingt geglückt. 

Das Ende hat einen Knall. Aber keinen großen super mega Knall. Nein, viel besser. Einen leisen und sehr intensiven Knall, der seine Tragweite erst nach und nach entfaltet. Durch dieses Ende hat Mary Kubica bei mir einige Pluspunkte gesammelt. Jedoch konnte es nicht ganz über das Hinweg helfen, was ich vorher vermisst habe.

„Good Girl - Entführt“ ist spannend, keine Frage. Aber es ist keine Spannung, die kaum auszuhalten ist, sodass man am liebsten die ganze Nacht durchlesen möchte um zu erfahren, was passiert ist. Der Spannungsbogen ist relativ konstant geblieben. Im Nachhinein betrachtet ist die komplette Geschichte eher im ruhigen Ton erzählt. Natürlich tun sich hier einige Abgründe auf, die aber weniger schockierend waren, wie ich es vom Klappentext erwartet hätte.

Fazit

„Good Girl - Entführt“ von Mary Kubica ist durchaus zu empfehlen. Wer eher die ruhigen Thriller mag und mit Zeit- sowie Erzählsprüngen keine Schwierigkeiten hat, bekommt eine konstant spannende Geschichte mit einem Ende, das ein vollkommen neues Licht auf das Geschehen wirft.

3,5/5 Punkte

Kommentare:

  1. Hey :)

    Eigentlich dachte ich gerade beim Lesen der Inhaltsangabe, dass das Buch etwas für mich sein könnte ... Nach deiner eher verhaltenen Bewertung werde ich aber wohl noch ein wenig warten, ob und was andere darüber schreiben :).

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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  2. Huhu :)
    Tolle Rezi :)
    Im Gegensatz zu dir gat mir das Buch richtig gut gefallen :)
    Lg Susi Aly

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