April 27, 2015

Rezension | Miranda Beverly-Whittemore | Bittersweet

Insel Taschenbuch | TB (418 Seiten) | Einzelband | 14,99 EUR | Bittersweet | Verlagsseite

Inhalt

Ev Winslow ist reich, beliebt und wunderschön. Alles, was ihre College-Zimmergenossin Mabel nicht ist. Umso mehr freut sich Mabel, als Ev sie einlädt, den Sommer mit ihr in Bittersweet zu verbringen, ihrem eigenen Ferienhäuschen auf dem Landsitz der Winslows in Vermont. Mabel genießt die windzerzausten Segeltörns, das mitternächtliche Schwimmen, Sommerfeste unterm Sternenhimmel, an dem ein Feuerwerk strahlt. Bevor sie weiß, wie ihr geschieht, hat sie alles, wovon sie je geträumt hat: Freunde, die erste Liebe, und zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl, dazuzugehören. Doch auf die ungetrübten, flirrenden Tage fällt ein Schatten, als Mabel eine schreckliche Entdeckung macht, und sie entscheiden muss, ob sie aus dem Paradies vertrieben werden will – oder die dunklen Geheimnisse der Familie bewahrt, um endlich eine der ihren zu werden. Eine strahlende Familie, die das eigene Dunkel in den Abgrund reißen kann: Bittersweet erzählt von einer scheinbar idyllischen, glamourösen Welt und dem Wunsch einer Außenseiterin, Teil dieser Welt zu sein. Um jeden Preis.

Erster Satz

Bevor sie mich hasste, bevor sie mich liebte, wusste Genevra Katherine Winslow nicht, dass ich überhaupt existierte. 

Meine Meinung

„Bittersweet“ von Miranda Beverly-Whitemore ist im Großen und Ganzen eine spannende Geschichte, abgesehen von ein paar Punkten, die das Lesevergnügen ein wenig geschmälert haben.

Ab der ersten Seite strahlte „Bittersweet“ eine gewisse düstere und geheimnisvolle Spannung aus. Als Leser fragte man sich oft, wohin die Geschichte genau verlaufen wird, da die Autorin zu Anfang immer nur Andeutungen macht, die aber deutlich die Neugier steigern. Durch diese Andeutungen lebt auch die Geschichte. Denn zwischenzeitlich verliert sich „Bittersweet“ in den detaillierten Beschreibungen, sodass es stellenweise ein wenig langatmig erscheint. Aber dennoch ist da stets das drängende Gefühl unbedingt weiterlesen zu wollen, da man doch wissen möchte, was es mit der Familie Winslow auf sich hat.

Wegen den vielen verschiedenen Charakteren hatte ich manchmal das Gefühl den Überblick zu verlieren. Erst ab ungefähr der Hälfte des Buches hatte ich die Familie Winslow und die vielen Nebenfiguren so einigermaßen geordnet. Ich bin der Meinung, dass es dem Buch gut getan hätte, wenn es ein bisschen „Weniger“ gewesen hätte. 

Im Nachhinein betrachtet hat es immer einen Hauch gegeben, der gefehlt hat um das Buch zu einem wahren Pageturner zu machen. Trotz der geheimnisumwobenden Geschehnisse hat es „Bittersweet“ nicht geschafft mich vollständig zu packen und diesen Wow-Effekt zu erzielen. Auch die Auflösung der Geschichte, die Etappenweise kommt und natürlich die Spannung steigert, hinterlässt den Leser leicht geschockt, aber auch hier fehlt dieser Wow-Effekt. So schockierend die Geschehnisse auch sind, sie lassen einen nicht sprachlos zurück, da es die Autorin nicht geschafft hat den Leser damit zu verblüffen.

Fazit

„Bittersweet“ von Miranda Beverly-Whitmore ist eine spannende und geheimnisumwobenden Familiengeschichte, die es versteht den Leser bei Laune zu halten, auch wenn es stellenweise ein wenig langatmig erscheint aufgrund der etwas zu detaillierten Beschreibungen. Dennoch eine Geschichte, die durchaus lesenswert ist.

3,5/5 Punkte

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