März 21, 2015

Rezension | Rachel McIntyre | Sternschnuppenstunden

Magellan | HC (304 Seiten) | 16,95 EUR | Einzelband | Me and Mr J | Amazon 

Inhalt

Wie wehrt man sich gegen fiese Sprüche und gemeine Angriffe? Aus bitterer Erfahrung weiß Lara: gar nicht. Denn alles, was sie versucht hat, hat ihre Lage nur noch schlimmer gemacht. Deswegen hält sie still, zieht den Kopf ein und fragt sich, ob sie nicht doch schuld ist an der ganzen Misere. Das ändert sich, als sie Ben trifft. Die Stunden mit ihm sind bald die einzigen Lichtblicke in Laras Leben. Durch seine Augen sieht sie sich in einem neuen Licht: Sie ist klug, witzig und hübsch, und was ihr passiert, ist Mobbing der übelsten Sorte. Gemeinsam suchen sie einen Ausweg aus Laras Situation. Und es könnte ihnen gelingen, wäre da nicht ein Problem: Ben ist Laras Lehrer.

Erster Satz

Preisfrage: Was schenkt man einer Fünfzehnjährigen ohne Sozialleben?

Meine Meinung

„Sternschnuppenstunden“ von Rachel McIntyre ist ein sehr realistisches und authentisches Buch. Die Autorin versteht es wirklich sehr gut und überzeugend aus der Sicht eines sechzehnjährigem Mädchen zu schreiben. Da das Buch in Form von Tagebucheinträgen geschrieben wurde, erhält der Leser klare Einblicke in die Gedankenwelt von Lara. Dennoch gab es ein paar Kleinigkeiten, die mich persönlich nicht zu hundert Prozent überzeugt haben. 

Die Thematik des Buches wiegt sehr schwer und befasst sich eigentlich mit mehreren überaus wichtigen Themen. Das Thema Mobbing ist wohl der größte Punkt und ich es ist wirklich erschreckend, wie realitätsnah die Autorin es in „Sternschnuppenstunden“ dargestellt hat. Ich habe unheimlich mit Lara mitgelitten, sodass es mir sogar stellenweise auch zu viel wurde, da ich einfach nicht eingreifen konnte. 

Es ist ein unglaubliches wichtiges Thema über das unbedingt viel mehr gesprochen werden muss! Mobbing kann einen Menschen drastisch verändern und es können lebenslange Schäden davon zurück bleiben. Hier in diesem Fall hat es die Autorin authentisch und nachvollziehbar gelöst, wenn auch mit einem Schrecken. Aber wie sagt man so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. 

Der andere Punkt bezieht sich auf das Schüler-Lehrer-Verhältnis. Ebenfalls ein sehr wichtiges Thema, was aber in meinen Augen der Autorin nicht ganz gelungen ist. Ich persönlich konnte diese Liebe, die zwischen Lara und Ben entstanden ist, nicht nachvollziehen. Beziehungsweise hat es Frau McIntyre es in diesem Punkt nicht geschafft die Gefühle zu transportieren. Ich muss sogar soweit gehen und sagen, dass es mir stellenweise sogar ein wenig unrealistisch erschienen ist. Insbesondere die Figur Ben ist irgendwie nichts Halbes aber auch nichts Ganzes.

Das Ende ist ein logisches Ende, welches ebenfalls sehr realitätsnah gehalten wurde. Aber auch hier hatte ich ein paar Schwierigkeiten, insbesondere wie das Verhältnis der Beiden angeht. Da mir aber der komplette Handlungsstrang nicht so recht gefallen hat, war dies nicht ganz überraschend.

Fazit

„Sternschnuppenstunden“ von Rachel McIntyre ist eine sehr authentische Geschichte, die zum einen sehr aufwühlend ist und definitiv zum Nachdenken anregt. Ein Buch, das eine klare Leseempfehlung verdient!
4/5 Punkte

Kommentare:

  1. Der erste Satz klingt ja wirklich genial. Die Rezension macht neugierig, ich werde gleich mal stöbern gehen. Danke für den Tipp!

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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  2. Bad Buch klingt wirklich toll und so, als wäre es etwas für mich. Muss unbedingt auf die WL. ♥ Danke für diese schöne Rezension.

    Liebe Grüße
    Lilly

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  3. Hallo Kate,

    eine schöne Rezension, die mich erst recht neugierig auf dieses Buch macht :)

    Einen schönen Abend dir.
    Liebe Grüße
    Corinna

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