März 31, 2015

Rezension | Maggie Stiefvater | Schimmert die Nacht

Script5 Verlag | HC (400 Seiten) | 18, 95 EUR | #4 | Sinner | Verlagsseite

Inhalt

In Maggie Stiefvaters Spin-off zur Nach dem Sommer-Trilogie erlebt das explosive Traumpaar Cole und Isabel eine prickelnde Liebesgeschichte im sommerlichen Los Angeles. Romantisch, mitreißend und ungemein sexy! Nach einer längeren Zeit der Trennung hat Isabel den Schmerz über die gescheiterte Liebe zu dem unberechenbaren Ex-Rockstar Cole endlich überwunden und konzentriert sich auf ihr neues Leben in L.A. An Cole denkt sie selten. Als er plötzlich vor ihr steht, beginnt ein nerven- und gefühlsaufreibendes Spiel aus unwiderstehlicher Anziehung und abgrundtiefer Abneigung. Cole ist hinreißend und verführerisch wie immer, und Isabel kann seinem Charme nur schwer standhalten. Doch zugleich fürchtet sie, dass seine dunkle Vergangenheit wieder Macht über ihn erlangt. Deshalb hat sie sich geschworen, sich nicht noch einmal in ihn zu verlieben, und kämpft verzweifelt gegen ihre Gefühle an. Cole hingegen tut alles, um Isabel von der Aufrichtigkeit seiner Liebe zu überzeugen. Aber eine Frage bleibt: Weshalb ist er wirklich zurückgekommen?

Erster Satz

Ich bin ein Werwolf in L.A.

Meine Meinung

„Schimmert die Nacht“ von Maggie Stiefvater ist ein Spin-Off zu der „Mercy Falls“-Trilogie der Autorin. Ich bin ein absoluter Fan von Maggie Stiefvater und ihrem Schreibstil und habe die Trilogie regelrecht verschlungen. Natürlich musste ich daher auch dieses Buch lesen. Und zum ersten Mal gab es ein paar Kleinigkeiten hier und da, die mir persönlich nicht so ganz zugesagt haben. Dennoch ist es wieder stilistisch ein typischer Stiefvater und dies mag ich eben sehr.

Ich liebe diese düstere und melancholische Stimmung, die aus jedem einzelnen Wort tropft. Frau Stiefvater ist sich bisher in jedem ihrer von mir gelesenen Bücher stilistisch treu geblieben, so auch in „Schimmer die Nacht“. Sie schafft es jedes Mal mich schon nach kürzester Zeit um den Finger zu wickeln, sodass ich nicht anders kann, als das Buch in einem Rutsch zu lesen.

Cole und Isabel sind zwei Charaktere, die vielleicht bei manchen Lesern anecken könnten. Sie sind schwierig, ihr Verhalten ist alles andere als immer nachvollziehbar. Sie sind wie zwei Naturgewalten, die aufeinander prallen und Chaos und Verwüstung hinterlassen. Und trotz ihres Verhaltens sind mir beide absolut sympathisch. Ich mag ihre Eigenarten und auch wenn ich sie manchmal am liebsten schütteln würde, so habe ich ihre Geschichte sehr gerne gelesen.

Zwischenzeitlich hatte ich relativ zu Anfang eine kleine Durststrecke. Dies lag vielleicht an dem neuen Schauplatz, Los Angeles. Ich verbinde nun mal „Mercy Falls“ und ganz besonders die Wölfe mit dieser Reihe. Und auch wenn es nur ein Spin-Off ist, so war es für mich einfach zu wenig Wolf und zu viel Glamourwelt. Wobei die neuen Nebenfiguren der Geschichte definitiv Leben eingehaucht haben und doch deutlich das Lesevergnügen gesteigert haben.

Auch das Ende kam für mich ein wenig abrupt. Im Endeffekt war es natürlich ein Ende, welches ich mir schon im zweiten Band „Ruht das Licht“ für Cole und Isabel gewünscht habe. Nur das Verhalten von Isabel war mir in dem Moment zu sprunghaft und ein wenig überzogen. Obwohl dies ja eigentlich ihre Art ist.

Im Übrigen kann man „Schimmert die Nacht“ durchaus lesen, ohne die „Mercy Falls“-Trilogie zu kennen. Allerdings würde man eine wundervolle Geschichte verpassen, die es wahrlich versteht den Leser zu verzaubern.

Fazit

„Schimmer die Nacht“ von Maggie Stiefvater ist stilistisch wieder eine kleine Besonderheit. Für mich persönlich zu wenig Wolf und zu viel Glamourwelt, aber dennoch habe ich diesen Spin-Off sehr gerne gelesen und finde es schade, dass es nun endgültig vorbei ist.

4/5 Punkte

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