November 27, 2014

Rezension | M. Anjelais | Killing Butterflies

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Chicken House
ISBN-10: 3551520712
Preis: 16,99 EUR
eBook: 11,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum:  Oktober 2014
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 18 Jahre

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Inhalt
Sphinx und Cadence kennen sich seit frühester Kindheit und wachsen fast wie Geschwister auf. Sie – freundlich, aufgeschlossen, ganz normal. Er – charismatisch, attraktiv, extrem begabt. Sie öffnet Herzen. Er tötet Schmetterlinge. Sie ist arglos, er gefährlich. Und doch kommen beide nicht voneinander los. Das überwältigende Debüt einer Zwanzigjährigen über erste Liebe, Manipulation und das Erwachsenwerden.

Erster Satz
Als meine Mutter klein, ging sie jeden Tag nach der Schule allein auf den Spielplatz.

Meine Meinung
"Killing Butterflies“ von M. Anjelais ist kein typisches Jugendbuch. „Killing Butterflies“ zeigt das Leben von einer anderen und sehr dunklen Seite. Die Geschichte ist nicht für jedermanns Geschmack. Und obwohl mich das Buch sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht hat, bin ich dennoch der Meinung, dass hinter der Geschichte noch mehr Potenzial gesteckt hat.

Die Geschichte ist düster, erschreckend und lässt den Leser viel grübeln. Sphinx und Candence sind zwei sehr verschiedene Figuren. Gut gegen Böse, das Licht gegen die Dunkelheit. Der Kontrast ist M. Anjelais meiner Meinung nach gut gelungen. Candence ist der geheimnisvolle und düstere Junge, der viele und sehr schwerwiegende Probleme hat. Sphinx ist das komplette Gegenteil von ihm.

Was für mich den größten Kritikpunkt bei
„Killing Butterflies“ ausmacht, ist die starke Verbindung, die die Beiden zueinander haben sollen. Für mich war diese Verbindung nicht so wirklich ersichtlich bzw. nachvollziehbar. Natürlich schweißt eine gemeinsame Kindheit zusammen, jedoch war mir persönlich dies einfach zu wenig um Sphinxs Handlungsstränge nachvollziehen zu können.
 

Der flüssige Schreibstil der Autorin lässt die Seiten sehr schnell verfliegen. Es entsteht eine Sogkraft, deren man sich nur schwer entziehen kann. Und auch wenn es relativ früh klar wird, wie die Geschichte am Ende ausgehen wird, verbleibt immer noch eine Ungewissheit, die beim Lesen an einem nagt und somit zum weiterlesen drängt.

Das Ende ist dann zwar wenig überraschend, hinterlässt jedoch einen sehr faden Geschmack. Nicht unbedingt im negativen Sinne. Es verleitet definitiv zum Nachdenken über ein Thema, dass sehr schwerwiegend ist und über das man sich vielleicht sonst nicht unbedingt Gedanken macht. Aufgrund dessen lohnt es sich zumindest einen Blick auf „Killing Butterflies" zu werfen. 


Fazit
„Killing Butterflies“ von M. Anjelais ist kein typisches Jugendbuch voller Sonnenschein. Die Autorin zeigt eine andere und sehr dunkle Seite des Lebens. Und auch wenn vielleicht nicht das ganze Potenzial geschöpft wurde, so regt es sehr zum Nachdenken an und klingt auch noch längere Zeit nach. Einen Blick ist es alle Male wert. 

4/5 Punkte

Über den Autor
M. Anjelais, geboren 1993, schreibt seit sie sieben Jahre alt ist und hat mit ihren Geschichten schon zahlreiche Wettbewerbe gewonnen. "Killing Butterflies" ist ihr Debütroman. Anstatt aufs College zu gehen konzentriert sie sich lieber ganz aufs Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Nesco, New Jersey, wo sie gerne zeichnet, Reden schwingt und ihr Leben als glückliche Exzentrikerin genießt.
Quelle: Carlsen
 

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi, die mich wieder darin bestätigt, dass ich das Buch unbedingt noch lesen möchte!

    Liebe Grüße
    Juliana

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  2. Das Buch hab ich jetzt auch schon seit längerer Zeit auf meiner Wunschliste, und hab viele unterschiedliche Meinungen dazu gehört. Vielleicht hätte die Autorin, noch etwas zu dem Hintergrund der Verbindung zwischen Sphinx und Candence schreiben sollen, um noch mehr rauszuholen und verständlich zu machen. Ich werd das Buch definitiv auch lesen, interessiert mich sehr, was es mit den beiden auf sich hat! Danke für die schöne Rezi dazu :)

    Liebe Grüße
    Lisa

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