Juni 19, 2014

Rezension | Huntley Fitzpatrick | Es duftet nach Sommer

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: cbj
ISBN-10: 3570157504
Preis: 16,99 EUR
eBook: 13,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: 29. April 2014
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: What I thought was true

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Inhalt
Sommer, Sonne, Meer – und die erste große Liebe

Die 17-jährige Gwen kann es nicht fassen: Ausgerechnet der größte Fehler ihres Lebens, Cassidy Somers, lässt sich dazu herab, den Sommer über auf ihrer Heimatinsel als Gärtner zu jobben. Anders als Gwen, die befürchtet, sich wie ihre Eltern mit miesen Jobs durch Leben schlagen zu müssen, ist er einer der reichen Kids vom Festland. Doch Gwen träumt davon, dem allen zu entfliehen. Nur was würde das für ihr Leben bedeuten? Gwen verbringt einen berauschenden Sommer auf der Suche nach Antworten darauf, was ihr wirklich wichtig ist, an ihrem Zuhause, den Menschen, die sie liebt und schließlich an sich selbst. Und an Cassidy, der sie in einen verwirrenden Gefühlstaumel zwischen magnetischer Anziehungskraft und köstlicher Unsicherheit stürzt.

Erster Satz
Nichts kann mir die Stimmung so vermiesen wie eine Wagenladung Jungs. 

Meine Meinung
Gwen Castle ist mit Leib und Seele ein Inselmädchen. Auf der Insel Seashell bleibt einem aber auch gar nichts anderes übrig. Deshalb ist sie alles andere als begeistert, als sie davon erfährt, wer dieses Jahr der Gartenboy sein wird - Cassidy Somers.

Cass, dem sie mit aller Macht aus dem Weg zu gehen versucht, nach dem Ereignis im Frühling. Doch eine Insel ist klein und Gefühle lassen sich nur schwer beeinflussen. Bald muss Gwen feststellen, dass sie nicht entfliehen kann und sich Cass und ihrem Leben stellen muss.

„Es duftet nach Sommer“ von Huntley Fitzpatrick ist leichte Lektüre für zwischendurch und somit auch ein perfektes Sommerbuch. Im Vergleich zum Vorgänger „Mein Sommernebenan“ ist die Geschichte um Cass und Gwen jedoch ein wenig schwächer.

Durch den lockeren und leichten Schreibstil von Huntley Fitzpatrick wird man praktisch in das Geschehen hinein geworfen. Nach den ersten kurzen Einstiegs- bzw. Orientierungsschwierigkeiten nimmt "Es duftet nach Sommer" recht schnell an Fahrt auf. Andeutung auf die Vergangenheit und die damit verbundenen Konsequenzen in der Gegenwart lassen die Neugierde von Seite zu Seite steigen.

Jedoch kommt es im Mittelteil vermehrt zu längeren Passagen, die der Geschichte ein wenig die Leichtigkeit nehmen. Das Gefühl, dass die Geschichte nicht vorankommt schmälert dabei das Lesevergnügen. Auch der Zugang zu den Charakteren ist nicht immer leicht. Es fehlt beim Lesen etwas.

Gwen ist ein schwieriger Charakter. Nicht immer einfach, besonders ihre Handlungsweise, die sie sogar selber nicht immer ganz versteht. Das macht es dem Leser nicht unbedingt leichter. Cass dagegen ist ein typischer Junge, der zwar eine kleine rebellische Seite hat, diese aber kaum nennenswert erscheint.

Die Mischung zwischen den Beiden war teilweise schwierig, teilweise wiederum hat genau dieses Schwierige so zusammen gepasst. Und die Dialoge der Beiden waren auch sehr amüsant und haben mich so manches Mal zum Lachen gebracht.

Für mich war aber die Nebengeschichte teilweise spannender und unterhaltsamer. Dies ist auch der Grund, weshalb die Wertung dann doch positiver ausfällt.

Das Ende wiederum bietet nochmals ein wenig Spannung, wobei die große Überraschung von mir schon einige Zeit vermutet wurde. Dennoch war ein schönes Ende, vielleicht ein mit einem kleinen Tropfen Wehmut, aber es bleiben keinerlei Fragen mehr offen. Ein Wohlfühlende, wie es sich für ein leichtes Sommerbuch gehört.

Fazit
„Es duftet nach Sommer“ von Huntley Fitzpatrick ist ein typisches Sommerbuch, dass jedoch einigen Längen aufweist und somit ein wenig von der Leichtigkeit verloren geht. Zudem fällt es stellenweise recht schwer Zugang zu den Figuren zu bekommen. Dennoch ist die Geschichte um Gwen und Cass unterhaltsam und hat Charme.

3,5/5 Punkte

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