März 24, 2014

Rezension | Sally Green | Half Bad: Das Dunkle in mir

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: cbj
ISBN-10: 357015842X
Preis: 17,99 EUR
eBook: 13,99 EUR
Reihe: 1/3
Erscheinungsdatum:  31. März 2014
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Half Life Trilogy 1 - Half Bad

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Inhalt:
Wenn das Böse in dir lauert, bist du dann dazu
verdammt?

Nathan wird gejagt.
Seit seiner frühesten Kindheit wird er von der Regierung beobachtet, verfolgt, eingesperrt. Denn Nathan lebt in einer Welt, in der – mitten im modernen Alltagsleben – Hexen existieren. Weiße Hexen, die sich selbst für gut erachten und die Regierungsmacht in ihren Händen halten. Schwarze Hexen, die gefährlich und skrupellos sind und im Untergrund arbeiten. Und Nathan, der beides ist – denn seine Mutter war eine Weiße und sein Vater Marcus ist der gefürchtetste Schwarze aller Zeiten. Nathan ist ihm nie begegnet, aber von so einem Vater kann er nur Dunkles und Böses geerbt haben. Oder?
Um an Marcus heranzukommen, stellt der Rat der Weißen eine tödliche Falle – mit Nathan als Köder. Bald wird Nathan von beiden Seiten gejagt und muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt: für die gute Seite in ihm – oder für die böse …

 Erster Satz:
Da sind diese beiden Kinder, Jungen, die nebeneinandersitzen, eingekeilt zwischen den großen Armlehnen eines alten Sessels.
Meine Meinung:
Nathan ist ein Halbcode. Halb weißer Hexer, halb schwarzer Hexer. Sein Vater ist niemand geringer als Marcus. Der mächtigste Schwarze Hexer, der bereits etliche weiße und schwarze Hexen getötet hat. Nathan wird sein ganzes Leben lang von den weißen Hexen überwacht, verfolgt und für ihre Zwecke eingesetzt. Denn auch Nathan erhält an seinem Siebzehnten Geburtstag seine Gabe. Vielleicht eine so mächtige, dass der Rat endlich in der Lage sein wird Marcus zu vernichte. Mit Nathan als ihre Waffe.

„Half Bad – Das Dunkle in mir“ ist so, wie der Titel schon sagt: Half Bad. Anfangs war ich von der Andersartigkeit des Buches begeistert. Meine Begeisterung schwand jedoch von Kapitel zu Kapitel, bis ich völlig konfus und desorientiert das Buch zugeklappt habe. Am Ende bleibt ein großes Fragezeichen und ein weniger liebevolles: Was war das denn jetzt?

Die Geschichte um Nathan ist sehr eigen, was jedoch an dem Schreibstil der Autorin liegt. Zu Anfang war es noch recht interessant, doch mit der Zeit wurde es immer anstrengender das Buch zu lesen. Es gab ganze Passagen, die sehr langatmig waren und mir meinen Lesespaß genommen haben. Durch interessante Wendungen hat die Autorin es geschafft, zwischendurch einige Hochs einzubauen, die den Leser dazu drängen diesem Buch doch noch eine weitere Chance zugeben und weiter zulesen.

Die Welt dagegen, die Sally Green erschaffen hat, ist sehr interessant und faszinierend. Und ich finde es wirklich, wirklich sehr schade, dass diese wunderbare Grundidee mit solch einem Schreibstil seinem Zauber beraubt wurde. Es steckt so viel Potenzial in der Geschichte.

Nathan ist ein Charakter, der viel Grausamkeit in seinem Leben erleben muss. Hier ist wenig rosarot, sondern eher düster, grau und sehr bedrückend. Leider bleiben alle Figuren eher blass. Ich konnte zu keinem Charakter eine Verbindung aufbauen. Es wurde eher an der Oberfläche gekratzt, tiefe Einblicke sucht der Leser leider vergebens. Abgesehen von Nathan und auch nur, weil aus Nathans Sicht erzählt wird. Am meisten hat noch Marcus meine Neugier geweckt, da mit Sicherheit noch viel mehr hinter dieser Figur steckt. 

Das Ende hinterlässt sehr viele Fragen. Wobei die Fragen während des ganzen Buches präsent sind. Der Schluss ist jedoch sehr gut gewählt. Selbst ich, die dieses Buch eher als mau bis lau entfunden hat, möchte doch irgendwie wissen, wie die Geschichte denn nun weiter gehen wird.  Ob ich es wirklich lesen werde, bleibt jedoch abzuwarten.

Fazit:
Den Debütroman von Sally Green „Half Bad – Das Dunkle in mir“ kann man definitiv nicht in eine Schublade stecken. Viele werden es lieben, aber viele werden es auch nicht mögen. Ich gehöre leider eher zu den Letzteren. Daher auch die halbe Punktezahl.

2,5/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Hi :)
    Tolle, ausführliche Rezension. Ich finde, dass sich das Buch spannend anhört, aber noch werde ich warten, bis ich mir das Buch auch wirklich zulege. Die Leseprobe fand ich eigentlich ganz gut …

    Liebe Grüße

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