März 05, 2013

[Rezension] Jennifer Benkau - Dark Destiny

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Script5 
ISBN-10: 3839001455
Preis: 18,95 EUR
Reihe: 2/2
Erscheinungsdatum: 18. März 2013

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Inhalt:

Hilflos musste Joy mit ansehen, wie Neél von ihren eigenen Leuten gefangen genommen und gefoltert wurde. Ihre große Liebe, all ihre Hoffnungen und Zukunftspläne zersplittern zu einem Scherbenhaufen, als sie schließlich von Neéls Tod erfährt. Trotz ihrer unendlichen Trauer fasst Joy einen folgenschweren Entschluss: Sie will nicht länger zu Matthials Clan gehören. Also macht sie sich allein und schlecht ausgerüstet auf den Weg durch Bomberland und von feindlichen Clans besetztes Gebiet. Es ist eine Suche nach Antworten: Wie starb Neél? Und warum? Doch es ist auch eine Suche, an deren Ende Hoffnung steht. Hoffnung auf eine zweite Chance. Dark Destiny ist der letzte von zwei Bänden. Der Titel des ersten Bandes lautet Dark Canopy .


Der erste Satz:

Ich hatte immer gedacht, der erste gewonnene Gerichtsprozess würde meine Zweifel verstummen lassen.

Meine Meinung:

Normalerweise fasse ich den Inhalt eines Buches nochmals kurz zusammen - hier jedoch nicht. Aus dem einfachen Grund, weil ich finde, dass man völlig ahnungslos und blind an "Dark Destiny" heran gehen sollte, um die ganze Bandbreite der Gefühle, die einen beim Lesen mit voller Wucht und erbarmungslos treffen, abzubekommen.

"Dark Canopy" war für mich eines meiner absoluten Highlights in 2012. Somit habe ich wirklich sehnsüchtig auf "Dark Destiny" gewartet. Dabei gehofft, gebangt und immer wieder gebetet, dass die Autorin Mitleid mit uns lieben Lesern hat und uns nicht das Herz brechen wird. Ob sie es mit diesem Buch getan hat? Definitiv. Aber nicht so wie vielleicht vermutet.

Sowie sein Vorgänger, ist auch "Dark Destiny" ein Buch, dass aus der Masse heraussticht. Jennifer Benkau schafft es mit Einfachheit solch eine Intensität entstehen zu lassen. Selten habe ich mich bei einem Buch so gefürchtet. Gefürchtet, weil ich absolut keinen blassen Schimmer hatte, was mich denn nun erwarten wird. Ich hatte Herzrasen, schweißnasse Hände und verspührte eine unglaubliche Euphorie. Konnte es kaum erwarten, trotz dem ständigen Hintergedanken, dass die Geschichte um Joy und Neel nach diesem Buch endet. Und ich dies mehr als alles andere nicht will.

Dieses Buch zu lesen war eine wirkliche Abenteuerreise, die mir verdammt viel abverlangt hat. Immer wieder Wendungen, die mein Herz haben aussetzen lassen. Es war grandios und mördermässig brutal. Emotional war das ein ganz starkes Ding. Bei Jennifer Benkau weiß man nie, was man erwarten kann. Und genau dies macht ihre Bücher aus. Sie sticht mit ihrem Schreibstil, mit ihren Geschichten heraus. Sie schmerzen, brennen sich ins Herz und vergraben sich fest im Gedächtnis, sodass man auch noch nach Jahren voller Wehmut und Zuneigung sich daran erinnern kann.

Und dieses Ende! Es hat es wirklich in sich. Wie ein Schlag. Ein emotionaler Schlag, ein mehr als brutaler, emotionaler Schlag. Ich bin danach in eine Art Schockstarre verfallen, um dann anschließend wie ein Schloßhund zu heulen. Es war nicht das, was ich mir erhofft hatte. Es war so viel mehr als das. Mit diesem Ende hat die Autorin wieder mal bewiesen, warum man ihre Bücher einfach lieben muss. Eine Art Hassliebe, mit enorm starken Ausmaß und zutiefst bewegend.

Ich kann eigentlich gar nicht in Worte fassen, wie sehr mich dieses Buch emotional berührt hat. Mit diesem denkwürdigen Abschluss, hat sich die Geschichte um Joy und Neel für immer ins Gedächtnis und ins Herz gegraben. "Dark Destiny" steht seinem Vorgänger in nichts nach. Sie sind auf Augenhöhe und verdienen es von der Welt da draußen gelesen zu werden.

Fazit:

Brutal grandios und zutiefst bewegend. Mein Herz schmerzt angesichts dieses Abschiedes. Und doch bleibt uns Lesern immer noch eines - Hoffnung.

5/5 Punkte

Über den Autor:
Jennifer Benkau wurde 1980 in Nordrhein-Westfalen geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, drei Kindern, zwei Katzen und einer weißen Schäferhündin inmitten lauter Musik und vielen Büchern lebt. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. Momentan schreibt Jennifer Benkau an ihrem nächsten script5-Titel.

Quelle: Script5

Vielen lieben Dank an Büchereule und den Script5 Verlag für dieses Vorableserunden-Exemplar



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