Februar 10, 2013

[Rezension] Leonie Jockusch - Meeresschatten

Gebundene Ausgabe: 408 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN-10: 3862651827
Preis: 16,95 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: 1. November 2012
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

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Inhalt:

Es beginnt mit einem Umzug und endet in einem neuen Leben: Als ihre Familie beschließt, nach England auszuwandern, ist Jo glücklich. Denn in dem Küstenstädtchen Silver Glen hat sie nicht nur einen Großteil ihrer Kindheit verbracht, hier ist sie dem Meer, das sie so sehr liebt, auch deutlich näher als in ihrer alten Heimat Hamburg. Eines Abends entdeckt die 17-Jährige einen Jungen, der in schwindelerregender Höhe auf den Felsen am Strand herumklettert. Sie nennt ihn bald »das Phantom«, taucht er fortan doch immer wieder in ihrer Nähe auf. Als der Fremde ihr schließlich auflauert und sie eindringlich davor warnt, den Klippen nahe zu kommen, ist Jo verwirrt. Was will der Junge mit den eisblauen Augen nur von ihr? Hat er etwas mit den Einbrüchen in ihr Zimmer zu tun? Sind es womöglich seine Schritte, die sie im Dunkeln hinter sich hört? Erst als Jo im Meer zu ertrinken droht und er ihr das Leben rettet, kennt sie die Antworten. Und ihr wird klar: Stille Wasser sind tief die vor Silver Glen ganz besonders.


Der erste Satz:

Finternis.

Meine Meinung:

Johanna, Jo, liebt das Meer. Daher ist sie auch nicht allzu traurig, als sie mit ihren Eltern nach England auswandern muss. Mit dem Küstenstädtchen Silver Glen verbindet sie so vieles mehr, als nur Kindheitserinnerungen.

Doch alles ändert sich, als Jo zum ersten Mal das Phantom erblickt. Ihr Phantom, welches anscheinend nur für sie sichtbar ist. Jo setzt alles daran bis sie das Phantom aufgespürt hat.
Der unglaublich gutaussehende Fergan, der mehr als mysteriös ist und voller Geheimnisse steckt. Und auch Jo und ihr Zwillingsbruder scheinen mit zu den Geheimnisse zu gehören. Doch dann wird bei Jo eingebrochen. Steckt vielleicht Fergan dahinter? Kann sie ihm wirklich trauen? Und welches Geheimnis steckt hinter Silver Glen?

Vorneweg möchte ich gerne die Gestaltung des Buches erwähnen. Selten habe ich so eine unglaublich schöne und liebevolle Aufmachung in den Händen gehalten.

"Meeresschatten" konnte mich trotz einigen Punkte, die für mich nicht ganz so stimmig waren, gut unterhalten.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zu Anfang und auch zwischenzeitlich einige Probleme mit Jo hatte. Irgendwie steckte bei uns Beiden der Wurm drin. Ich empfand sie als ein wenig sprunghaft und launisch. Konnte daher stellenweise ihre Handlungsweise nicht wirklich nachvollziehen. Was wiederum meinen Lesegenuss ein wenig schmälerte. Jedoch hat Fergan größtenteils alles wieder ausgeglichen. Er war für mich die ausgleichende Balance, ohne ihn, bin ich mir nicht sicher, ob mir das Buch so in dieser Form gefallen hätte.

Die Geschichte an sich war eine ausgesprochen unterhaltsame. Der Spannungsbogen war stets vorhanden, sodass man gar nicht aufhören konnte zu lesen. Insbesondere zu Anfang des Buches war alles sehr mysteriös und geheimnisvoll. Als Leser hat man gar keine andere Wahl als weiter zu lesen.

Dazu noch der Schreibstil der Autorin, der nicht nur Silver Glen deutlich vor meinen Augen entstehen lassen hat, sondern auch sehr flüssig zu lesen ist. All dies hat deutlich zum Lesevergnügen beigetragen.

Es gibt jedoch einen kleinen Punkt, der mir persönlich nicht so ganz zu gesagt hat. Leider war mir die Auflösung der Geschichte nicht so ganz gelungen. Das Ende hat für mich einiges an Zauber verloren, was die Autorin im Verlauf der Geschichte aufgebaut hat.
Auch hatte ich das Gefühl, dass die Wasserwesen eher eine kleine Nebenrolle gespielt haben um die Geschichte ein wenig aufzupeppen, obwohl sie Hauptbestandteil der Geschichte waren.
Aber auch wenn nicht alles so ganz stimmig war, hatte ich dennoch einige schöne und interessante Lesestunden.

Der Schluss ist ein wahrer Showdown, der auch noch einige Spekulationen für Folgebände lässt. Jedoch kann er auch als Abschluss angesehen werden, der seiner eigenen Fantasie noch Raum lässt. Lassen wir uns von der Autorin überraschen.

Fazit:

"Meeresschatten" hat mir einige spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert, auch wenn einiges für mich persönlich nicht ganz stimmig war. Dennoch ist ein Blick in die Welt von Silver Glen allemal wert.

3,5/5 Punkte

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