Februar 11, 2013

[Rezension] Bettina Belitz - Linna singt

Gebundene Ausgabe: 508 Seiten
Verlag: Script5 
ISBN-10: 3839001390
Preis: 18,95 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum:  10. September 2012

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Inhalt:

Seit fünf Jahren hat Linna sie nicht mehr gesehen: Maggie, Simon, Jules und Falk, die ehemaligen Mitglieder ihrer Band. Nun treffen sie sich in einer Hütte in den Bergen wieder, um für einen Auftritt zu proben. Linna hatte eigentlich keinen Grund, Maggies Einladung zu folgen, denn was die anderen nicht wissen: Seit damals hat sie keinen Ton gesungen. Doch etwas treibt sie an, sich ihrem alten Leben zu stellen: die Erinnerung an eine Nacht mit Falk, dem Gitarristen. Linna muss sagen, was vor fünf Jahren unausgesprochen blieb, und sie muss hören, ob Falk eine Antwort hat. Bald beginnt die von Anfang an gespannte Atmosphäre zu kippen: Was als zwangloses Wiedersehen geplant war, wird zum zermürbenden Psychospiel, bei dem Linna immer mehr als Lügnerin dasteht. Sie gerät in einen Strudel aus Verdächtigungen, Abhängigkeiten und tragischen Missverständnissen, der sie schließlich zwingt, die Erinnerung an vergangenen Schmerz zuzulassen. Denn dort liegt der Schlüssel zu allem: der Grund dafür, dass Linna nicht mehr singt.

Der erste Satz:

Waren die immer hier?

Meine Meinung:

5 Jahre ist es her, seit Linna sie gesehen hat. Seit dem Tag, als sie die Band aufgelöst hat, seit dem es Linna singt nicht mehr gibt. 5 Jahre hat Linna nicht mehr gesungen und nun soll es ein Comeback der Band geben - für ein Konzert. Daher die Einladung zu einem Treffen. Zum Proben, in einer Hütte mitten im Nirgendwo.

Doch nichts ist mehr so wie es vorher war. Menschen verändern sich, einstige Freunde werden zu Feinden. Spielchen und Intrigen und mittendrin Linna, die sich ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft stellen muss. Doch was ist der wahre Grund, warum sie nicht mehr singt?

Ich habe von der Autorin bereits die ersten beiden Teile der Splitterherz-Trilogie gelesen und muss sagen, dass mir "Linna singt" ein wenig besser gefallen hat.

Bettina Belitz hat einen starken Wiedererkennungswert. Ihre Bücher versprühen eine ganz besonderen Charme. Düster, Geheimnisvoll und mit einer gewissen Schwere. Alles hat wunderbar zusammen gepasst. Von der Atmosphäre bis hin zu den Charakteren. Einfach stimmig und überaus unterhaltsam.

Die Spannung hat sich von Seite zu Seite immer mehr aufgebaut. Man wollte unbedingt erfahren, wie denn nun alles zusammen hängt. Zudem haben die kurzen Rückblenden, die zum Verständnis der Geschichte beigetragen haben, die Spannung nochmals gesteigert.
Als Leser fühlte man sich ein wenig, wie ein Detektiv. Jede kleinste Spur wird verfolgt um dem Täter auf die Schlichte zukommen. Die Autorin schafft es aber immer die wieder einen zu überraschen mit Wendungen und Überraschungen, die deutlich zum Lesevergnügen beigetragen haben.

Ich habe stellenweise richtige Gänsehautschübe gehabt. Was nicht nur der Spannung zuzuschreiben ist, sondern auch der unglaublichen Songauswahl der Autorin. Diese untermalen die Geschichte und geben dem Buch etwas ganz besonders, einen unglaublichen Flair. Ich habe so manchen Schatz darunter gefunden.

Die Charaktere sind breit gefächert und haben alle etwas ganz Spezielles. Selten war mir eine Figur vom ersten Moment an so unsympathisch wie Maggie. Ich hätte der Frau so manches Mal gerne einen Tritt in den hinteren Bereich ihres Körpers verpasst. Zum Glück waren genug andere Figuren vorhanden, die dies ausgeglichen haben.

Für mich gibt es nur einen Punkt, der mein Lesevergnügen ein wenig geschmälert hat und zwar die Auflösung des Ganzen und das Ende im Allgemeinen.
Die Auflösung war mir persönlich ein wenig zu flach. Vielleicht hat sich aber auch im Verlauf der Geschichte einfach eine gewisse Erwartung aufgebaut, die dann nicht in dem erwarteten Sinne erfühlt worden ist.
Dass mir das Ende nicht so zusagt, liegt jedoch nur an meinem persönlichen Geschmack. Für die Geschichte ist es ein mehr als angemessener und verständlicher Schluss. Für mein Leserherz leider nicht ganz.

Fazit:

Ich hatte mehr als unterhaltsame Lesestunde mit "Linna singt" und kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Spannende und interessante Stunden mit einem Soundtrack, der unter die Haut geht.

Hier findet ihr den Soundtrack zu dem Buch.

4/5 Punkte

Über den Autor:

Bettina Belitz wäre an einem sonnigen Spätsommertag des Jahres 1973 beinahe in einer Heidelberger Bäckerei zur Welt gekommen, ein Umstand, der ihre Leidenschaft für Pflaumenkuchen erklärt. Ihre zweite Leidenschaft ist der Tatsache geschuldet, dass sie zwischen unzähligen Büchern aufwuchs und sich deswegen schon früh in die Magie der Buchstaben verliebte. Lesen alleine genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre (nicht kulinarische) Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren.

Quelle: Script5

Kommentare:

  1. Das Buch steht auch schon viel zu lange in meinem Regal. Ich sollte es endlich lesen! Danke für deinen schönen Bericht. LG

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    1. Das solltest du ;)

      Könnte mir gut vorstellen, dass es dir gefällt!

      Liebe Grüße
      Kate

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  2. Für mich gilt das gleiche wie für Kathrineverdeen! Ich muss es auch endlich lesen! Übrigens schön, dass du mich auf die Songauswahl bringst. Hatte davon bisher gar nichts gewusst!

    LG Anni

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    1. War mir vor dem Lesen des Buches auch nicht bewusst. Dieser ist wirklich unheimlich toll und trägt stark zum Reiz des Buches bei :)

      Liebe Grüße
      Kate

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  3. Schöne Rezi!
    Ich möchte mir das Buch bald kaufen ^^

    LG May

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    1. Damit machst du nichts verkehrt ;)

      Liebe Grüße
      Kate

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