November 15, 2012

[Rezension] Sabine Weigand - Die Tore des Himmels

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: Krüger Verlag
ISBN-10: 3810526657
Preis: 19,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2012

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Inhalt:

Regentin, Rebellin, Heilige: wer war Elisabeth von Thüringen wirklich?
Sabine Weigands Roman um die berühmteste Frau des deutschen Mittelalters.
Seit ihrer Kindheit ist die junge Adlige Gisa die Vertraute von Elisabeth, der Landgräfin von Thüringen. Sie weiß, wie zerrissen Elisabeth ist zwischen ihrer Liebe zum machtbewussten Landgrafen Ludwig und ihrer Suche nach einem gottgefälligen, einfachen Leben. Gisa erlebt, wie Elisabeth gegen den Hof aufbegehrt, welche Unruhe ihre Spenden, ihre Fürsorge für die Armen auslöst. Sie sieht auch, wie der jüngere Bruder des Landgrafen mit unzufriedenen Adligen paktiert und sie gegen den Stauferkaiser Friedrich II. aufbringen will. Gisas drückendstes Geheimnis dreht sich um die verbotenen Treffen einer Ketzersekte, die sie belauscht hat. Als Elisabeth 1226 dem fanatischen Inquisitor Konrad von Marburg begegnet und ihr Leben radikal strengsten Glaubensregeln unterwirft, gerät Gisas Welt völlig aus den Fugen. Wie weit kann sie Elisabeth zur Seite stehen, ohne selbst unterzugehen?


Der erste Satz:

Er schrie.

Meine Meinung:

Vor dem Lesen dieses Buches war mir zwar der Name Elisabeth von Thüringen ein Begriff, aber sie mit etwas bestimmten in Verbindung bringen, konnte ich nicht. Und ich bin ehrlich, diese Frau hat mir so Manches abverlangt. Eine Frau, die für ihren größten Wunsch, eine Heilige zu werden, über alles und jeden geht. Immer mehr und mehr fühlte ich mich von ihr genervt und konnte sie überhaupt nicht verstehen. Ihr Verhalten ging einfach über mein Verständnis hinaus. Stellenweise hätte ich am liebsten das Buch zugeklappt und in die Ecke gepfeffert, weil ich ihr Verhalten unmöglich fand.

Warum dieses Buch dennoch 5 Sterne von mir erhält? Weil die Autorin es geschafft hat, trotz dieser Wahnsinnigen von einer Frau, mich nicht nur zu unterhalten, sondern mich auch mit Wissen zu versorgen. Dieses Buch zu lesen war wie eine Geschichtsstunde der Extraklasse. Ohne großes Drum und Dran, schlicht und einfach und, was besonders wichtig ist, einfach nur ehrlich.

Der Erzählstil von Sabine Weigand ist sehr direkt. Sie verschönert nichts und hat es auch nicht nötig. Sie schafft es dennoch den Leser an ihr Buch zu fesseln, selbst wenn eine der Hauptprotagonisten in fast Allem nur schwer zu ertragen ist.

Einen Ausgleich zu Elisabeth hat die Autorin in anderen Protagonisten gesetzt, ob Haupt- oder Nebendarstellern. Sie alle haben das Lesevergnügen enorm gesteigert und wären sie nicht vorhanden gewesen, wäre es mir unheimlich schwer gefallen dieses Buch zu Ende zu lesen. Für mich waren sie einer der Hauptgründe, warum ich "Die Tore des Himmels" dennoch die volle Punktzahl gebe.

"Die Tore des Himmels" war mein erstes Buch von Sabine Weigand, aber mit Sicherheit nicht das Letzte.

Fazit:

Trotz einer Hauptprotagonistin, bei dem der Leser starke Nerven braucht, wurde ich mehr als nur gut unterhalten. Dieses Buch zu lesen ist nicht nur unheimlich spannend und interessant, sondern auch wirklich lehrreich.

5/5 Punkte

1 Kommentar: