September 02, 2012

[Rezension] Marie Lu - Legend: Fallender Himmel

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
ISBN-10: 3785573944
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 17,99 EUR
eBook: 15,99 EUR
Erscheinungsdatum: 10. September 2012
Reihe: 1/3
Originaltitel: Legend

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Inhalt:

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist. Fallender Himmel ist der erste Band der Legend-Trilogie.

Der erste Satz:

Meine Mutter glaubte, dass ich tot bin.

Meine Meinung:

June und Day führen ein Leben, das unterschiedlicher nicht sein kann. Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik. June dazu auserkoren und ausgebildet für die Regierung zu arbeiten. Regimegegner, wie Day, aufzuspüren, und notfalls auch zu töten.
Bis zu einem Tag, der alles verändert. June's Bruder wird ermordet - von Day. Aus Rache schwört June Day zu finden und ihn für seine Tat zur Rechenschaft zu ziehen. Niemand ist dafür geeigneter als June.

Nur stellt sich heraus, dass Day so gar nicht in das Bild passen will, welches die Regierung von ihm macht und langsam kommen June Zweifel, ob er wirklich der Mörder ihres Bruders ist. Sie stellt Nachforschungen an und kommt der Wahrheit immer näher. Einer tödlichen Wahrheit, die alles übersteigt und bis es fast für sie und Day zu spät ist...

Natürlich ist der Plot in diesem Buch nichts Neues und ist in einer leicht abgewandelten Form schon vorkommen, aber das macht in diesem Fall nichts. Legend schafft es trotzdem zu überzeugen, auch wenn für mich persönlich noch ein paar kleine Pünktchen gefehlt haben, um die Geschichte komplett abzurunden.

June und Day sind zwei wirklich interessante Charaktere. Besonders Day ist bei mir sehr gut rüber gekommen. Die Entwicklung, die er zum meistgesuchten Verbrecher der Regierung gemacht hat, war nachvollziehbar. Für mich als Leser war seine Art und Weise die Dinge zu sehen klar und verständlich. Seine Beweggründe stachen deutlich hervor. Er hat sich zu meiner persönlichen Lieblingsfigur entwickelt.

June war ebenfalls eine äußerst interessant Figur, insbesondere basierend auf ihren Fähigkeiten. Natürlich ist es für einen Autor nicht immer leicht, einen Charakter so zu leiten, dass die Kehrtwende, die dieser innerhalb der Geschichte vollzieht, glaubwürdig beim Leser rüber kommt. Marie Lu ist dies hier wunderbar gelungen. Die Zweifel, die sich bei ihr im Verlauf eingeschlichen haben, waren einleuchtend und nachvollziehbar.
Jedoch muss ich gestehen, dass ich zu Anfang gerne mehr Informationen über sie und ihre Erziehung erfahren hätte. Warum, und vorallem wie genau, sie zu dem geworden ist, was sie heute ist. Dennoch steht dies dem Lesevergnügen absolut nicht im Wege.

Aber auch andere Charaktere waren überzeugend. Ob der typische Antiheld, der mit purer Antipathie strotzt oder Figuren, die im Verlauf des Buches einen regelrecht von den Socken haut, positiv oder negativ, ist alles vertreten. Eine tolle und gelungene Mischung, die unter anderem den Reiz dieses Buches ausmacht.

Die Handlung ist, wie auch schon bereist erwähnt, nicht wirklich etwas Neues. Dennoch verpackt Marie Lu dies sehr einfallsreich, sodass man trotzdem das Gefühl hat, etwas Einzigartiges zu lesen. Auch lassen einige Wendungen und Überraschungen das Leserherz höher schlagen. Auch die Spannung steigert sich zunehmend zum Ende. Zu keinem Zeitpunkt kommt auch nur im entferntesten Langeweile oder Langatmigkeit auf.

Abgerundet wird das Ganze durch den einfachen und leichten Schreibstil, der jedoch deutlich und klar ist. In diesem Buch wird nichts verschönert oder mit kleinen bunten Bildchen verziert und das ist auch gut so. Es ist hart und ehrlich und genau das, macht dieses Buch aus.

Der Schluss ist Spannung pur, endet aber mit keinem Cliffhanger. Als Leser ist einem jedoch klar, dass die Geschichte um June und Day noch lange nicht zu Ende erzählt ist. Es ist wie eine kleine Verschnaufspause, die der Vorfreude auf den Folgeband keinerlei Abbruch tut.

Fazit:

Legend ist ein gelungener Auftakt einer Trilogie, der nicht nur Spannung bietet, sondern auch mehr als nur unterhält. Ich hatte ein paar tolle Lesestunden, trotz dass mir an der ein oder anderen Stelle Informationen gefehlt haben.

Von mir gibt es alle Male eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne!

4,5/5 Punkte

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