Juli 23, 2012

[Rezension] Laura Whitcomb - Silberlicht

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: PAN
ISBN-10: 342628328X
Preis: 14,99 EUR
eBook: 8,99 EUR
Reihe: 1/1 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
Originaltitel: A Certain Slant of Light

Inhalt: 

Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und … er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt …

Helen und James – das neue Traumpaar der übersinnlichen Welt!

Der erste Satz:

Jemand sah mich an, ein seltsames Gefühl, wenn man tot ist.

Meine Meinung:

Helen ist tot. Seit Jahren begleitet sie bestimmte Menschen auf ihren Weg. Sie sind Künstler und sie ihre eigene, persönliche und unsichtbare Muse. Als Geist oder auch Licht genannt, steht sie ihnen zur Seite. Sie sind ihre Bewahrer. So auch Mr. Brown, ihr derzeitigen Bewahrer.
Mr. Brown ist Lehrer und versucht sich als Schriftsteller. Sie begleitet ihn überall hin, so auch zur Schule und dort geschieht das Unfassbar - Jemand sieht sie an. Und es ist kein zufälliges Hinsehen, nein, sie wird wahrgenommen - von James.

James, der den Körper eines Jungen eingenommen hat, da dieser Leer war. James, der selbst vor Jahren schon gestorben ist. Helens Freude kennt keine Grenze. Sie wird gesehen und kann sich mit jemanden verständigen. Eine so unbeschreiblich große Erleichterung, nach all den Jahren.
Die Anziehungskraft wird immer stärker zwischen den Beiden, so beschließt Helen ebenfalls einen Körper einzunehmen. Einen Körper, der voll Funktionsfähig ist, bei dem jedoch die Seele den Körper schon verlassen hat. Einen leeren Köper, eine Hülle.

Als Helen dies gelingt, können sie und James nicht glücklicher sein, doch das Glück währt nicht ewig. Denn Beide wissen, dass sie die Körper bald wieder verlassen müssen und was sie beide danach erwartet, ist Beiden ungewiss.

Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was mich erwartet, als ich angefangen habe das Buch zu lesen. Umso überraschter war, was für eine Perle von einem Buch ich in der Hand hatte.

Silberlicht ist kein gewöhnliches Jugendbuch. Die Beiden Hauptprotagonisten sind Geister bzw. Lichtgestalten, die schon sehr lange durch die Welt streifen und somit auch aus einer anderen Zeit stammen. Dies merkt man auch sehr stark an ihrer Sprache, ihren Umgang miteinandern und ihrer Ausdrucksweise. Manche mögen es veraltet nennen, mich hat aber genau dies so begeistert an dem Buch.
Ich bin ein großer Fan von Historischen Romanen und dieses Buch versprüht einen ganz leichten und zarten Touch von Historischem.

Laura Whitcomb hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Bezaubernd, leicht und hier und da ein wenig Poesie. Gepaart wird das alles mit Ausschnitten der heutigen Umgangssprache, wo man wunderbar den Kontrast erkennen kann. Ich als Leser, konnte wundervoll in der Geschichte schwelgen und einfach nur abtauschen und genießen.

Helen, als auch James, sind tolle und interessante Charaktere, die man unheimlich gerne begleitet hat. Nicht nur ihren Weg zueinander, sondern auch zu sich Selber. Sie sind aus einem ganz bestimmten Grund Geister in dieser Welt.
Es ist nicht immer leicht sich Fehler einzugestehen oder auch zu erkennen, dass man keine Schuld an einem Ereignis trägt. Der Weg zu dieser Erkenntnis, hat die Autor einfach und klar dargestellt. Als Leser konnte man es nachvollziehen und nachempfinden. Ohne großes Drum und Dran und deshalb auch vollkommen richtig.

Das Ende ist ein abgeschlossenes. Die Geschichte um Helen und James ist erzählt und man bleibt als Leser ohne Fragen zurück. Es gibt keine großen Überraschungen, doch ist dies nicht besonders tragisch. Es passt einfach zu dem Rest des Buches. Etwas anderes wäre einfach zu übertrieben gewesen.

Fazit:

Eine tolle Sprache, tolle Geschichte, tolle Charaktere. So voller Poesie und einfach nur bezaubernd. Ich hatte ein paar wirklich tolle Lesestunden mit Helen und James.

5/5 Punkte

Kommentare:

  1. Tolle Rezension, ich hatte vorher schon überlegt, ob ich mir dieses Buch mal zulegen sollte, da ich den Klappentext sehr interessant fand, aber mehrere negative Rezensionen gelesen habe, doch nun hat "Silberlicht" einen festen Platz auf meiner Wunschliste ;)

    LG. (:

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  2. Sehr schöne Rezi!
    Das klingt wirklich verzaubernd. <3

    LG
    Lilly

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  3. Du wurdest getaggt. :)
    http://bookscolorsandflavor.blogspot.de/2012/07/tag-mein-herzbuch.html#more

    Liebe Grüße
    Elli

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  4. Auf solch ein Buch MIT Ende habe ich ja mal wieder totale Lust. Merke es mir gleich mal vor - als gebundene Ausgabe, sieht nämlich nach einem echten Regalhighlight aus ;-)

    Liebe Grüße
    Marleen

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  5. Und ich bin's nochmal :D
    Ich habe deinem Blog einen Award verliehen!
    http://herzensgeschichten.blogspot.de/2012/07/mein-2-award.html
    Du hast es wirklich verdient. Liebe Grüße (:

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