Juni 30, 2012

[Rezension] Aimee Carter - Das göttliche Mädchen

Broschiert: 298 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN-10: 386278326X
Preis:  9,99 EUR
eBook: 9,99 EUR 
Reihe: 1/3
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2012 
Originaltitel: The Goddess Test

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Inhalt:


Du kannst das Leben deiner Mutter retten wenn du als Wintermädchen bestehst!
Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so ... unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.

Der erste Satz:

Wie ist es diesmal passiert?

Meine Meinung:

Um ihrer Mutter einen allerletzten Wunsch zu erfüllen, bevor der Krebs sie endgültig besiegt, lässt Kate ihr Zuhause und New York hinter sich und zieht mit ihrer Mutter nach Eden, der Heimat ihrer Mutter.
Neue Umgebung, neue Schule und neue Freunde, dabei will Kate nichts mehr als die restliche Zeit mit ihrer Mutter verbringen. Dabei gibt es nicht vieles, was schlimmer ist, als die Neue zu sein, besonders in einem kleinen Dörfchen wie Eden, wo jeder wirklich jeden kennt. So versucht auch Kate den Menschen aus Eden entgegen zukommen und nimmt deshalb eine Einladung zu einer Party an. Diese entpuppt sich jedoch zu etwas vollkommen anderes und Kate muss sich dem Tod gegenüber stellen.

Da taucht der geheimnisvolle Henry auf und macht ihr ein unglaubliches Angebot. Kate ist alles andere als bereit Henry auch nur einen Hauch zu glauben, bis es zu spät ist und sie erneut um das Leben ihrer Mutter bangen muss. Kann Henry ihr wirklich helfen? Und wie hoch ist der Preis wirklich, den sie dafür zahlen muss?

Ich liebe ja Mythologie und alles was damit zusammen hängt. Die Griechische hat es mir da besonders angetan. Deswegen war schnell klar, als ich "Das göttliche Mädchen" entdeckt habe, dass ich dieses Buch einfach lesen muss.

Wer sich ein wenig mit der griechischen Mythologie auskennt, dem wird eigentlich schnell klar, dass das Hauptthema Hades, der Gott der Unterwelt, und Persephone, seine Frau, ist. In diesem Fall steht Henry für Hades und Kate für Persephone. Diese Geschichte ist mit einer meiner Liebsten über die griechischen Götter.

Hades, für viele eher eine negative Figur, wird hier in einem vollkommen anderen Licht dargestellt. Aimee Carter lässt alles in einem neuen Licht erscheinen. Henry ist ein unglaublicher Hades. Voller Emotionen und Gefühle. Ein Mann, der in der Liebe nur Schmerz und Leid ertragen muss. Auf der anderen Seite Kate, die dazu bestimmt ist das Wintermädchen zu sein und die Rolle der Persephone einzunehmen.
Kate ist jung, gutherzig, manchmal vielleicht ein wenig naiv. Doch ebenso wie Henry, voller Gefühle und Emotionen. Die Beiden geben ein wunderbares Paar ab. Nur an ein paar Stellen hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht oder ein bisschen weniger von Kate's Naivität. Dennoch haben mich die Beiden verzaubert. Ich bin verliebt in Hades und bin mehr als bereit den Platz an seiner Seite einzunehmen ;)
Aber auch viele andere Figuren sind voller Überraschungen, ob positiv oder negativ. Jedoch werde ich nicht näher darauf eingehen, da sonst zu viel von der Geschichte verraten wird, was zum Spannungsbogen dieser beiträgt.

Die Geschichte spielt an einem unglaublich schönen Ort ab. Eden, wie der Garten Eden. Und Aimee Carter ist diesem Ort mehr als gerecht geworden. Wie oft habe ich mir beim Lesen gewünscht, dort zu sein und diese Wege zugehen und das alles mit meinen eigenen Augen sehen zu können. Wie ein wahr gewordenes Paradies!

Der Schreibstil von Aimee Carter ist einem Jugendroman angemessen. Flüssig und leicht zu lesen, zieht er den Leser jedoch schnell in seinem Bann. Was vielleicht vermehrt an dem geheimnisvollen Henry liegt, der weiß, wie man eine Frau/Leser fasziniert und verzaubert. Dazu hat dieses Buch viele Überraschungen und Wendung zu bieten, die zur Spannung dieses Buches beitragen. Es ist nicht immer alles voller heilem Sonnenschein und das ist auch gut so. Aimee Carter ist eine tolle Mischung gelungen.

Das Ende lässt den Leser zufrieden das Buch zuklappen. Diese erste Geschichte um Henry und Kate ist zwar an sich abgeschlossen, jedoch weiß man, dass die Beiden noch einige Hürden überspringen müssen. Und man freut sich, diese mit den Beiden zusammen durch zustehen.
Dennoch hat man leider am Ende noch ein wenig das Gefühl, dass noch viel mehr Potenzial in der Geschichte steckt. Das lässt jedoch Raum für den nächsten Band.

Fazit:

Ich hatte ein paar wirklich tolle Lesestunden mit Kate und Henry. Vielleicht wäre an der einen oder anderen Stelle mehr Tiefe wünschenswert. Der Geschichte tut es jedoch keinen Abbruch.
Es ist ein toller Auftakt einer Trilogie, der noch einiges verspricht, da noch Potenzial vorhanden ist.
Wer die griechische Mythologie liebt, kann mit diesem Buch also nichts verkehrt machen. Aber auch alle anderen Leser werden sicherlich viel Freude mit dem Buch haben.

Ich freue mich auf den Folgeband "Die unsterbliche Braut", der im November dieses Jahres erscheinen wird.

4/5 Punkte
Über den Autor:

Aimée Cater wurde 1986 in Michigan geboren, wo sie heute noch lebt. Bereits mit elf Jahren hat sie angefangen, Romane zu schreiben. Sie geht gern ins Kino, spielt mit ihren Hunden und liebt es, jeden Morgen das Kreuzworträtsel in der Zeitung zu lösen.

Quelle: Mira Taschenbuch
Vielen lieben Dank an den MIRA Taschenbuch Verlag für dieses Rezensionsexemplar

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