Mai 17, 2012

[Rezension] Lauren Oliver - Delirium

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN-10: 3551582327
Preis: 18,90 EUR
eBook:
Reihe: 1/3
Erscheinungsdatum: November 2011
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

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Inhalt:

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll. 

Der erste Satz:

Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt.

Meine Meinung:

Liebe ist ein Krankheit und endet immer tödlich. Ohne Ausnahme. Früher wussten es die Menschen nicht und verliebten sich ständig. Wollten es sogar. Liebe. Hat nur Tod und Verderben gebracht. Zum Glück gibt es ein Heilmittel. Seit dreiundvierzig Jahren. Nur ein kleiner Eingriff und man ist für immer von der Liebe geheilt. Es ist besser, wenn man einen Partner zu geteilt bekommt. Einen perfekt auf dich abgestimmten Partner. Dein ganzes Leben ist dann perfekt.
Für Lena zählt nichts mehr als ihr Eingriff. Ihre Erlösung. Erst wenn sie ihren Eingriff hinter sich hat, wird alles gut. Dann kann nichts mehr schief gehen. Sie ist nicht wie ihre Mutter oder ihre Schwester. Sie möchte nichts mehr als diesen Eingriff. Bis zu einer Begegnung, die alles verändert - Alex.
Und ganz langsam, immer einen kleinen Schritt nach dem anderen, verfällt Lena der Krankheit Amor Deliria Nervosa - Liebe!
Zäune die vorher Sicherheit versprachen, versperren nun den Weg in die Freiheit. Und die Zeit rennt, viel zu schnell und unaufhaltsam, bis es fast zu spät ist.

Als ich Delirium gelesen habe, war ich vollkommen fasziniert. Fasziniert von der Welt in der Lena leben muss. Liebe als Krankheit und sogar tödlich zu bezeichnen, ist eine sehr interessante Idee.
Zu Anfang muss ich sagen, dass ich ein paar kleine Schwierigkeiten mit Lena hatte bzw. mit ihrem Verhalten. Was jedoch nicht mit Lena an sich oder mit dem Schreibstil von Lauren Oliver zusammen hing, sondern weil  ich in die Welt von Lena erstmal so richtig eintauchen musste, um die Gedankenstränge verstehen zu können.
Nachdem ich mich gedanklich und gefühlsmäßig damit angefreundet habe und das Leben der Menschen in Lenas Welt besser verstanden und nachvollziehen konnte, war es wie ein Paukenschlag und ich regelrecht gefesselt.

Die Spannung steigt spürbar von Seite zu Seite, zum Ende hin ist es kaum noch auszuhalten und am Schluss bleibt man Atemlos und Fassunglos zurück. Eine bittersüße Mischung.
Aber auch die Entdeckungen und Erfahrungen, die Lena macht, machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.

Lena wächst einem immer mehr ans Herz. Die Entwicklung, die sie in dem Buch macht, lässt sie zu einem wundervollen Charakter werden und man ist sich absolut sicher, dass sie noch so viel mehr in ihr steckt.
Aber auch andere Figuren in dem Buch haben viel zu bieten. Bei manchen ist die Veränderung, die sie nach dem Eingriff gemacht haben, beängstigend und doch faszinierend. Man fragt sich oft als Leser, wie so etwas möglich ist und ob es nicht doch einen Weg aus dieser Leere gibt.

Aber auch die andere Charaktere überzeugen durch ihre Persönlichkeit, ihre Abenteuerlust und ihre Handlungen.
Ein weiterer Pluspunkt in dem Buch ist Lauren Olivers Schreibstil. Leicht und leise erzählt sie das Leben mit der Krankheit Amor Deliria Nervosa und lässt dabei eine so bildhaftschöne Geschichte entstehen, die definitiv nach mehr verlangt.

Der Schluss lässt das Herz einige Schläge aussetzen. Ich war fassungslos und wollte mehr, so konnte es doch nicht enden. Es lässt einen nachdenklich zurück und lässt die Frage aufkommen, wie weit man für seine Freiheit gehen würde.

Fazit: 

Ich bin infiziert. Ich bin Delirium voll und ganz verfallen. Bin wie eine Süchtige, die den nächsten Teil kaum erwarten kann. Von mir gibt es eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung.

Der zweite Teil Pandemonium erscheint im November diesen Jahres. 
Wir dürfen uns auch über eine Verfilmung des Buches freuen, die sehr wahrscheinlich 2013 in den Kinos anlaufen wird.

5/5 Punkte

Kommentare:

  1. Tolle Rezension! Ich habe das Buch letzten Monat gelesen und bin genauso begeistert wie du! Hach, ich liebe es einfach *-* <3 Und ich freue mich schon wahnsinnig auf "Pandemonium" :)
    Ach ja, ich habe gerade deinen Blog über eine Blogvorstellung entdeckt - schön hast du es hier! Hab mich gleich mal als Leserin eingetragen und schaue in Zukunft öfter vorbei :D
    Liebe Grüße, Selina

    PS. Über einen Gegenbesuch würde ich mich natürlich sehr freuen: *-*
    http://meine-lesewelt.blogspot.de

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    1. Freut mich, dass du zu mir gefunden hast :)

      Ja, ich freue mich auch schon auf den zweiten Teil. Leider muss man noch bis November warten!

      Liebste Grüße
      Kate

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