März 12, 2012

[Rezension] Liz Murray - Als der Tag begann

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Diana Verlag
ISBN-10: 3453356632
Preis: 9,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheiungsdatum: 13. August 2012
Originaltitel: Breaking Night

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Inhalt:

Oft traurig und doch voller Witz und Lebensmut — eine wahre Geschichte vom Erwachsenwerden und Überleben

Liz Murray, aufgewachsen in der Bronx, Eltern drogensüchtig, mit 15 obdachlos, ohne Schulausbildung. Wie schafft sie den Absprung in ein Leben mit Zukunft? Liz Murray erzählt vom Erwachsenwerden, davon, wie sie ihre Eltern verliert und sich mühevoll ein Harvard-Stipendium erarbeitet, mit einer Sprache, die — anrührend und humorvoll zugleich — alles lebendig werden lässt.

Schon als kleines Kind weiß Liz Murray, was es heißt, am Existenzminimum zu leben. Armut und Hunger bestimmen den Alltag ihrer Familie. Doch obwohl die Hippie-Eltern Drogenabhängig sind, erleben Liz und ihre Schwester Lisa nicht nur Elend und Leid. Im Gegenteil, ihr Vater ist ein schräger, aber liebevoller Mensch, und er bringt seinen Töchtern bei, nicht auf das Geschwätz der Leute zu hören, sondern der Welt kritisch zu begegnen. Die Momente des Glücks sind dennoch kurz. Mit 15 ist Liz obdachlos, schwänzt die Schule und zieht mit anderen Kindern, die auch nirgends hingehören, durch die Straßen. Erst als ihre Mutter an Aids stirbt, wird Liz klar, dass sie so nicht enden will. Mit großer Willenskraft und einem Durchhaltevermögen, das sie selbst erstaunt, schafft sie mit 19 ihren Highschool-Abschluss und macht ihren Weg bis an die Eliteuniversität Harvard.

Meine Meinung:

"Gott, gib mir die Gelassenheit , Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, dem Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden..."

"Als der Tag begann" ist nicht nur ein Roman, nein es ist eine Lebensgeschichte - und was für eine!
Liz Murray erzählt ihre Geschichte. Was vielleicht einfach klingt, ist es mit Sicherheit nicht.
Sie wächst mit ihrer kleinen Schwester bei drogenabhängigen Eltern auf, Leben am Existenzminimum - vielleicht sogar noch weniger. Eine Kindheit kaum vorstellbar, keine Chancen oder Zukunftsaussichten. Sie verliert alles was sie hat - unter anderem durch Aids.
Was macht ein Mensch, wenn er ganz unten ist? Aufgeben und sich verstecken und hoffen, dass es vielleicht irgendwann wieder bergauf geht? Nein. Zumindest nicht Liz Murray - sie kämpft, für sich, ihre Familie und ihre Träume, denn was hat sie denn noch zu verlieren?!

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie ich meine Gedanken und Gefühle zu dem Buch in Worte fassen soll..
Eine Lebensgeschichte, kaum vorstellbar, dass es so etwas wirklich gibt. Ich musste so manches Mal hart schlucken, was diese bewundernswerte Frau in ihrer Kindheit erleben musste. Mit drogenabhängigen Eltern aufzuwachsen, alles mitzubekommen und zwar wirklich alles, und dann noch ein normales Leben führen? Das ist nicht möglich - ohne Schulabschluss und ohne einem Dach über dem Kopf ist das Ergebnis.
Und doch schafft Liz Murray das kaum Vorstellbare. Sie kämpft für ihre Träume und Ziele. Fängt bei Null an, nicht nur für sich auch für ihre Familie und Freunde und schafft das Unfassbare - ein Studienplatz in Harvard!

Fazit:


"Als der Tag begann" ist keine leichte Kost, im Gegenteil. Es ist manchmal sogar nur schwer zu verdauen, denn dieses Buch ist eine wahre Geschichte, nichts verschönert. Mit Gefühl erzählt, sodass man mehr als nur mitleidet und miterlebt. Und das macht es so einmalig, macht Liz Murray so einmalig!

Sie haben meinen größten Respekt, Frau Murray, für das was sie geleistet haben!

5/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Wow, klingt echt heftig das Buch. ...
    Hoffe die TB Version bald davon raus :) Dann kann ich auch mal reinschnuppern^^

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